Goldman Sachs erwartet Goldpreis von 5.400 Dollar bis 2026
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Goldpreisprognose deutlich angehoben. Bis Ende 2026 erwarten die Analysten nun einen Preis von 5.400 Dollar je Feinunze – ein neuer Rekordwert.

Goldman Sachs hat seine Goldpreisprognose für Ende 2026 drastisch nach oben korrigiert. Die renommierte US-Investmentbank rechnet nun mit einem Preis von 5.400 Dollar je Feinunze. Diese Anpassung unterstreicht die anhaltende Stärke des Edelmetalls in einem von Unsicherheit geprägten globalen Umfeld.
Goldpreis auf Höhenflug
Am Mittwoch erreichte der Kassagoldpreis einen neuen Höchststand von 4.887,82 Dollar pro Unze. Damit setzt das als sicherer Hafen geltende Edelmetall seine beeindruckende Rallye fort: Im laufenden Jahr 2026 legte Gold bereits um mehr als 11 Prozent zu, nachdem es 2025 um beachtliche 64 Prozent gestiegen war.
Private Anleger treiben Nachfrage
"Wir gehen davon aus, dass Diversifikationskäufer aus dem Privatsektor, deren Käufe globale politische Risiken absichern und die positive Überraschung unserer Preisprognose vorangetrieben haben, ihre Goldbestände im Jahr 2026 nicht liquidieren", erklärte Goldman Sachs in einer Mitteilung vom Mittwoch. Diese privaten Investoren hätten den Ausgangspunkt der Preisprognose effektiv angehoben.
Die Bank betont, dass die anhaltenden geopolitischen Spannungen weltweit private Anleger dazu bewegen, verstärkt in Gold zu investieren. Diese Käufe zur Portfoliodiversifikation dürften auch künftig eine wichtige Stütze für den Goldpreis bleiben.
Zentralbanken setzen auf Gold
Auch die Nachfrage von Zentralbanken bleibt ein wichtiger Preistreiber. Goldman Sachs prognostiziert für 2026 durchschnittliche Käufe von 60 Tonnen pro Monat. Insbesondere Zentralbanken in Schwellenländern setzen ihre Strategie fort, ihre Währungsreserven stärker in Gold zu diversifizieren und damit ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.
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Zur AktienanalyseWeitere Analysten optimistisch
Goldman Sachs steht mit seiner bullischen Einschätzung nicht allein da. Die Commerzbank erhöhte vergangene Woche ihre Prognose auf 4.900 Dollar bis zum Jahresende 2026. Als Hauptgrund nannte die deutsche Großbank die gestiegene Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts globaler Unsicherheiten.
Die positive Stimmung unter Goldanalysten spiegelt die Rolle des Edelmetalls als Krisenwährung wider. In Zeiten wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen gilt Gold traditionell als verlässlicher Wertspeicher, der vor Inflation und Währungsabwertung schützt.


