ANZEIGE

Gold im KI-Zeitalter: Warum das Edelmetall unentbehrlich bleibt

Der KI-Boom hat bislang nicht zu mehr Goldnachfrage im Technologiesektor geführt, doch das World Gold Council sieht eine mögliche Trendwende.

•• 3 Min
Gold im KI-Zeitalter: Warum das Edelmetall unentbehrlich bleibt

Der KI-Boom hat bislang nicht zu einem Anstieg der Goldnachfrage im Technologiesektor geführt. Das berichtet das World Gold Council (WGC) und verweist auf die aktuell rekordhohen Goldpreise. Doch diese Entwicklung könnte sich nach Einschätzung der Analysten bald umkehren.

Louise Street, Senior Markets Analyst beim WGC, erklärt, dass Gold in High-End-Chips enthalten ist, die Geräte wie Smartphones, Laptops und Smartwatches antreiben. Auch in der Fahrzeugelektronik und einer Vielzahl weiterer Gadgets steckt das Edelmetall. Darüber hinaus nutzen Rechenzentren und andere Daten- und Online-Infrastrukturen Gold.

"Gold ist buchstäblich überall um uns herum"

"Gold ist buchstäblich überall um uns herum", betonen Street und WGC-Berater Trevor Keel in einer Überprüfung der Goldnachfrage im Technologiesektor. "Die Rolle von Gold in der Technologie mag leicht zu übersehen sein, aber sie ist stillschweigend unentbehrlich." Angesichts des rasanten Wachstums der KI rücke diese Rolle zunehmend in den Fokus.

Laut WGC blieb die Elektronik-, Zahnmedizin- und sonstige industrielle Nachfrage nach Gold im Jahr 2025 im Jahresvergleich unverändert bei 323 Tonnen. Der Elektroniksektor verbraucht dabei etwa 80 Prozent des in industriellen Anwendungen eingesetzten Goldes. Diese Verbindung entstand in den 1960er und 1970er Jahren, als Halbleiter in den Massenmarkt für Verbraucher und Unternehmen einzogen.

Die einzigartigen chemischen und physikalischen Eigenschaften haben das Edelmetall für die Funktionalität und Zuverlässigkeit moderner Mikroprozessoren, Speicherchips, Anschlüsse, Sensoren und Netzwerkinfrastruktur "immer kritischer" gemacht, so Street und Keel. "Der weltweite Schrei nach KI-Chips hat zweifellos die aktuelle Nachfrage nach Gold befeuert", heißt es in der Analyse weiter. "Viele Chips und Geräte, die in KI-Anwendungen verwendet werden, sind extrem komplex und kostspielig [und] Hersteller suchen nach den besten Materialien, um Langlebigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Dies beinhaltet fast immer Gold."

Tauziehen zwischen Kostendruck und KI-Nachfrage

Allerdings hätten Kostendruck und Effizienzmaßnahmen im Elektroniksektor der Goldnachfrage entgegengewirkt – selbst während der KI-Boom und fortschrittlichere medizinische Instrumente die Nutzung des Metalls steigern. Street und Keel beschreiben die Lage als "Tauziehen": "Wir betrachten die aktuelle Nachfragesituation im Elektroniksektor sehr stark als Tauziehen, bei dem Kostendruck und technische Fortschritte auf der einen Seite und die KI-Nachfrage auf der anderen Seite stehen. Im Moment scheinen die beiden Seiten gleich stark zu sein."

Ein weiterer bemerkenswerter Faktor sei, dass einfaches Gold-Thrifting bereits vor vielen Jahren stattgefunden habe. Das bedeutet, dass die meisten Beschichtungen und Drähte bereits ihre technische Mindeststärke erreicht haben oder sehr nahe daran liegen. "Wir glauben, dass High-End- und sicherheitskritische Geräte weiterhin Gold benötigen werden", so die Autoren. Jenseits der Schlagzeilen verdiene Gold weiterhin seinen Platz in Anwendungen, "die das Beste verlangen: High-End-Chips, sicherheitskritische Geräte und Tests zur Diagnose von Krankheiten in den abgelegensten Gemeinden der Welt. Es mag nur ein kleiner Teil der Gesamtnachfrage ausmachen, aber dort, wo Zuverlässigkeit zählt, ist Gold schwer zu ersetzen."

Co-verpackte Optik als neue Nachfragequelle

Als aufkommenden Bereich, der die künftige Goldnachfrage stützen könnte, nennen Street und Keel co-verpackte Optiklösungen (CPO). "Mit der wachsenden Komplexität von KI-Modellen geht ein dramatischer Anstieg der Datenübertragung zwischen Prozessoren und Speichersystemen einher", erklären sie. Traditionelle elektronische Verbindungen stießen zunehmend an Grenzen, wenn es darum gehe, die Anforderungen von KI-Rechenzentren der nächsten Generation zu erfüllen. CPO könne diese Bedürfnisse besser erfüllen, indem es die Bandbreite erhöhe, Engpässe bei der Datenübertragung reduziere und die Energieeffizienz durch enge Integration zwischen optischen Kommunikationskomponenten und dem Prozessor selbst verbessere.

Gold spiele innerhalb dieser Systeme mehrere wichtige Rollen. Jenseits traditioneller Drähte und Beschichtungen werde es auch in einigen optischen und photonischen Komponenten eingesetzt – dank seiner Haltbarkeit und hervorragenden elektrischen Leistungsfähigkeit – sowie in Hochfrequenzelektroden innerhalb der Chiparchitektur. Obwohl CPO sich noch in einer frühen Adoptionsphase befindet, investieren viele der größten Halbleiter- und Netzwerkunternehmen der Branche stark in dessen Entwicklung, darunter Nvidia. Sollte die Technologie eine weit verbreitete Einführung in hyperskaliger KI-Infrastruktur finden, könnte sie eine kleine, aber potenziell bedeutende neue Quelle der Goldnachfrage innerhalb des Sektors darstellen.

Für deutsche Anleger ist die Analyse ein Hinweis darauf, dass die industrielle Goldnachfrage kein reiner Selbstläufer des KI-Trends ist, sondern ein fragiles Gleichgewicht zwischen technologischem Bedarf und Kostendruck. Der Technologiesektor bleibt damit ein Nischen-, aber strategisch wichtiger Baustein der globalen Goldnachfrage. Das WGC wird seine Einschätzung unter anderem auf Veranstaltungen wie der IMARC 2026 und Resourcing Tomorrow 2026 präsentieren, wo mit Terry Heymann (Chief Strategy Officer) und CEO David Tait führende Vertreter des Rates auftreten.

GoldKIWorld Gold CouncilGoldnachfrageElektronikCPONvidiaGoldpreis

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.