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Glencore startet ASX-Handel am 14. Oktober mit Sekundärnotierung

Der Schweizer Bergbaukonzern Glencore will am 14. Oktober an der Australian Securities Exchange handeln.

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Glencore startet ASX-Handel am 14. Oktober mit Sekundärnotierung

Der Schweizer Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore wird voraussichtlich am 14. Oktober unter dem Ticker „GLC" an der Australian Securities Exchange (ASX) notiert. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, nachdem alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt worden waren. Die bereits im August angekündigte sekundäre Notierung markiert einen wichtigen Schritt für den in London gelisteten Konzern auf dem australischen Markt.

Mit der Zweitnotierung verfolgt Glencore das Ziel, Zugang zu einem der weltweit am schnellsten wachsenden Pools institutionellen Kapitals zu erhalten. Dieses Kapital soll dazu dienen, die Wachstumsambitionen im Kupfergeschäft zu finanzieren. Darüber hinaus könnte die Notierung den Weg für große M&A-Transaktionen ebnen.

Kein Kapitalzufluss durch die Notierung

Wichtig für Anleger: Die sekundäre Notierung beinhaltet keine Kapitalerhöhung und keine Ausgabe neuer Aktien. Es handelt sich somit nicht um eine Kapitalmaßnahme im klassischen Sinne, sondern um einen zusätzlichen Handelsplatz für bestehende Anteile.

Glencore-CEO Gary Nagle hatte im Zusammenhang mit der Ankündigung erklärt, dass Investoren großes Interesse an einer Notierung in Australien gezeigt hätten. Besonders deutlich sei dies nach den gescheiterten Fusionsgesprächen mit Rio Tinto zu Beginn dieses Jahres geworden. Diese Gespräche hatten offenbar das strategische Interesse des Konzerns an einer stärkeren Präsenz auf dem australischen Markt unterstrichen.

CDIs ermöglichen australischen Anlegern den lokalen Handel

Für australische Anleger wird der Handel über sogenannte CHESS Depositary Interests (CDIs) möglich. Dabei handelt es sich um ein Instrument, das es australischen Investoren erlaubt, die Aktien eines ausländischen Unternehmens lokal zu handeln. Glencore gab an, dass jeder australische CDI jeweils eine gewöhnliche Glencore-Aktie repräsentiert. Damit erhalten Anleger eine direkte wirtschaftliche Beteiligung, ohne auf den Handel an ausländischen Börsen angewiesen zu sein.

Mit der Verwaltung seines CDI-Registers in Australien hat Glencore das Unternehmen Computershare Investor Services beauftragt. Diese übernimmt die administrative Abwicklung der Anteile vor Ort.

Der globale Bergbaukonzern erklärte zudem, dass Aktionäre im Vereinigten Königreich und in Südafrika ab dem 24. September die Umwandlung ihrer gewöhnlichen Aktien in CDIs beantragen können. Damit wird bestehenden Anteilseignern in zwei wichtigen Kernmärkten die Möglichkeit gegeben, ihre Beteiligung in das australische Handelsformat zu übertragen.

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil sie Aufschluss über die strategische Ausrichtung von Glencore gibt. Die Notierung in Australien unterstreicht die wachsende Bedeutung des Kupfergeschäfts und die Bereitschaft des Konzerns, sich über neue Kapitalmärkte zusätzliche Finanzierungsspielräume zu erschließen. Australien ist als Bergbaustandort und Kapitalmarkt für Rohstoffunternehmen von zentraler Bedeutung. Eine Präsenz an der ASX kann die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren erhöhen und den Zugang zu Kapital erleichtern.

Ob aus der Zweitnotierung tatsächlich größere Übernahmen entstehen, bleibt offen. Die Aussage des Managements, die Notierung könne den Weg für bedeutende M&A-Transaktionen ebnen, deutet jedoch auf eine längerfristige strategische Planung hin. Klar ist: Neue Aktien werden dabei nicht ausgegeben, sodass bestehende Aktionäre keine Verwässerung ihrer Anteile befürchten müssen.

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