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Galeria vor entscheidender Wende

Zwei Bieter kämpfen um Übernahme, Zukunft ungewiss

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Galeria vor entscheidender Wende

Die Zukunft der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steht kurz vor einer entscheidenden Wende. Nachdem Anfang Januar ein Insolvenzantrag gestellt wurde, der bereits die dritte Insolvenz innerhalb von dreieinhalb Jahren markiert, befindet sich das Unternehmen nun in der finalen Phase der Verkaufsverhandlungen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus hat bekannt gegeben, dass von ursprünglich vier eingegangenen Kaufangeboten nun zwei Bieter in den finalen Verhandlungen stehen. Diese beiden potenziellen Käufer, deren Identität noch nicht öffentlich gemacht wurde, bringen umfangreiche Erfahrungen im deutschen Einzelhandel mit und verfügen über internationale Finanzierungspartner. Ihr Interesse gilt der Übernahme von mindestens 60 Galeria-Filialen, wobei die genaue Anzahl der zu übernehmenden Filialen noch offen ist.

Die Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof wurde maßgeblich durch die finanziellen Schwierigkeiten der bisherigen Muttergesellschaft Signa ausgelöst, die zugesagte Finanzmittel in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro nicht bereitstellen konnte. Trotz dieser Herausforderungen zeigt die Anzahl der verbindlichen Angebote, dass das traditionelle Warenhauskonzept weiterhin als lebensfähig angesehen wird. Der Verkauf des Unternehmens, das keine eigenen Immobilien mehr besitzt, soll bis spätestens Ende April abgeschlossen sein, mit einer formellen Entscheidung durch die Gläubigerversammlung Anfang Mai.

Ein möglicher Favorit für die Übernahme ist die Düsseldorfer Droege Group, die bereits Erfahrungen mit der Sanierung von insolventen Unternehmen wie der Buchkette Weltbild gesammelt hat. Allerdings gibt es innerhalb von Galeria Vorbehalte gegenüber diesem potenziellen Käufer, insbesondere aufgrund der Befürchtung, dass nach der Übernahme umfangreiche Stellenstreichungen und Filialschließungen folgen könnten. Diese Sorgen spiegeln die Erfahrungen mit der Übernahme von Weltbild wider, bei der mehr Arbeitsplätze abgebaut wurden als ursprünglich angekündigt.

Die Entscheidung über die Zukunft der Warenhauskette hängt nicht nur von den potenziellen Käufern ab, sondern auch von den Verhandlungen mit den Vermietern der Filialen. Insbesondere die Mieten für die 18 Häuser, die im Eigentum der bisherigen Muttergesellschaft Signa sind, liegen deutlich über dem Marktniveau und belasten das Unternehmen erheblich. Der Insolvenzverwalter betont die Notwendigkeit, mit den Vermietern zu einer Einigung zu kommen, um die Fortführung der Filialen zu sichern.

Galeria

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