FTSE 100 steigt: Pfund legt zu, Mulberry glänzt mit starkem Wachstum
Der britische Leitindex FTSE 100 legte zur Wochenmitte um 0,4% zu, während das Pfund gegenüber dem Dollar zulegte. Luxusmarke Mulberry überraschte mit einem Kurssprung von 7% nach starken Quartalszahlen.

Der britische Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch von seiner freundlichen Seite. Der FTSE 100 kletterte um 0,4%, während das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar um 0,2% auf über 1,34 Dollar zulegte. Die europäischen Märkte präsentierten sich hingegen uneinheitlich, mit einem Minus von 0,3% beim deutschen DAX und einem unveränderten französischen CAC 40.
Mulberry mit beeindruckendem Quartal
Der Luxussektor sorgte für positive Impulse: Die Aktien der Mulberry Group schossen um 7% in die Höhe, nachdem das Unternehmen starke Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt hatte. In den 13 Wochen bis zum 27. Dezember 2025 stiegen die Gesamtumsätze um 5,3% im Jahresvergleich. Besonders bemerkenswert: Die flächenbereinigten Umsätze im Einzelhandel und Digitalbereich legten um 11% zu, während die Vollpreis-Einzelhandelsumsätze während der Festtage sogar um 19% zunahmen. Dies gelang trotz eines stark werbeorientierten Einzelhandelsumfelds.
SSE sichert sich Milliarden-Windkraftvertrag
Ebenfalls im Plus notierte SSE mit einem Kursgewinn von 0,7%. Der Energieversorger sicherte sich einen 20-Jahres-Vertrag über 1,4 Gigawatt kohlenstoffarmen Offshore-Windstrom aus Phase B seines Berwick Bank Wind Farm-Projekts. Der Zuschlag erfolgte im Rahmen der siebten britischen Zuteilungsrunde für Contracts for Difference (CfD), ein wichtiger Schritt für die britische Energiewende.
BP kündigt Milliarden-Abschreibungen an
Auf der Verlustseite stand BP mit einer Hiobsbotschaft: Der Energiekonzern rechnet im vierten Quartal 2025 mit Wertminderungen nach Steuern zwischen 4 und 5 Milliarden Dollar. Die Abschreibungen betreffen hauptsächlich das Segment Gas und kohlenstoffarme Energie und sind auf niedrigere Öl- und Gaspreise zurückzuführen. Positiv: BP erwartet einen Rückgang der Nettoverschuldung auf 22 bis 23 Milliarden Dollar, verglichen mit 26,1 Milliarden Dollar Ende des dritten Quartals.
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Zur AktienanalyseRegulatorische Zusammenarbeit verstärkt
In regulatorischen Angelegenheiten unterzeichneten die britische Finanzaufsicht FCA, die Bank of England und die Prudential Regulation Authority eine Absichtserklärung mit europäischen Aufsichtsbehörden. Die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit bei der Überwachung kritischer Drittparteien im Finanzsektor verbessern und schafft einen Rahmen für Koordinierung und Informationsaustausch.


