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Ford und GM setzen auf Energiespeicher-Geschäft wie Tesla

US-Autobauer Ford und General Motors drängen verstärkt ins Energiespeicher-Geschäft. Während die E-Auto-Verkäufe schwächeln, sollen Milliarden-Investitionen in Batteriefabriken nun auch für stationäre Stromspeicher genutzt werden.

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Ford und GM setzen auf Energiespeicher-Geschäft wie Tesla

US-Automobilhersteller wie Ford und General Motors entdecken ein neues Geschäftsfeld: Energiespeichersysteme für Haushalte, Unternehmen und Stromnetze. Die gleiche Batterietechnologie, die in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommt, soll nun helfen, die milliardenschweren Investitionen in Batteriefabriken besser auszulasten – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Unsicherheit über die Zukunft der E-Auto-Verkäufe wächst.

Tesla als Vorreiter im Energiespeicher-Markt

Tesla ist bereits seit 2015 in diesem Segment aktiv, als CEO Elon Musk die Powerwall- und Powerpack-Batterien vorstellte. Die Energiesparte hat sich zum Lichtblick entwickelt: Die Margen sind etwa doppelt so hoch wie im Automobilgeschäft, und der Umsatz macht mittlerweile rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dies kommt Tesla zugute, während die eigenen E-Auto-Verkäufe und Marktanteile zurückgehen.

Ford kündigte im Dezember an, eine kürzlich mit Partner SK On errichtete Batteriefabrik in Kentucky für die Produktion von Energiespeichern umzurüsten. Zusätzlich soll ein Teil der Produktionsfläche im Werk Marshall, Michigan, für Heimspeicher-Batterien genutzt werden. Ford hat nach eigenen Angaben etwa 10 Milliarden Dollar in die Fabriken in Kentucky und Michigan investiert und plant weitere 2 Milliarden Dollar für den Ausbau des Energiegeschäfts.

GM Energy mit deutlichem Wachstum

General Motors gründete vor einigen Jahren die Sparte GM Energy und brachte im Oktober 2024 die PowerBank auf den Markt – ein Solarspeicherprodukt für Privathaushalte ähnlich Teslas Powerwall. Im vergangenen Jahr kündigte GM eine Zusammenarbeit mit Redwood Materials an, um sowohl alte als auch neue E-Auto-Batterien für Energiespeicher zu nutzen. GM Energy meldete im Oktober, dass sich die Verkäufe seit Januar verfünffacht hätten, bei einem monatlichen Umsatzwachstum von 30 Prozent.

Wachsende Stromnachfrage treibt Markt

Die Stromnachfrage in den USA steigt nach Jahren relativer Stabilität deutlich an. Laut der U.S. Energy Information Administration wird dies größtenteils durch den Boom von Rechenzentren befeuert. Auch die zunehmende Elektrifizierung – der Umstieg von Gas- auf Elektroheizungen und andere elektrische Geräte – trägt zum Wachstum bei, erklärt Ramteen Sioshansi, Professor für Ingenieurwesen an der Carnegie Mellon University.

Batteriespeicher können eine wichtige Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien spielen. Solar- und Windenergie haben ein "Intermittenzproblem" – sie erzeugen nur Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Batterien können diese Lücke schließen, indem sie Energie speichern und bei Bedarf ins Netz zurückspeisen. Zudem können Unternehmen Strom zu günstigen Zeiten, etwa nachts, speichern und so Kosten senken.

Markt noch in früher Phase

Trotz der Wachstumschancen warnt Experte Sioshansi, dass der Markt noch relativ neu sei. Die tatsächliche Nachfrage in naher Zukunft bleibe spekulativ. Dennoch setzen die Autobauer auf dieses Geschäftsfeld, um ihre Batterieproduktion zu diversifizieren und neue Einnahmequellen zu erschließen – unabhängig von der Entwicklung des E-Auto-Marktes.

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