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Folgen eines möglichen Zollkriegs mit den USA

Studie zeigt Auswirkungen auf Branchen, Regionen und das Bruttoinlandsprodukt

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Folgen eines möglichen Zollkriegs mit den USA

Der Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten könnte erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen analysiert verschiedene Eskalationsszenarien und zeigt auf, welche Branchen und Regionen besonders betroffen wären. Dabei wurden pauschale Zusatzzölle von 25 Prozent auf sämtliche Güterimporte zwischen der EU und den USA angenommen. Zudem wurden zusätzliche Abgaben auf Dienstleistungsimporte aus den Vereinigten Staaten in die Berechnungen einbezogen.

Im Fall eines sogenannten "Zollkriegs" prognostiziert die Studie einen Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast 43 Prozent. Insgesamt würden die deutschen Ausfuhren um 3,2 Prozent zurückgehen, das Bruttoinlandsprodukt würde um 0,2 Prozent sinken. Besonders betroffen wären Branchen mit hoher Exportabhängigkeit vom US-Markt. Der pharmazeutische Sektor müsste laut Analyse mit einem langfristigen Produktionsrückgang von 8,7 Prozent rechnen. Auch die Kraftfahrzeugbranche mit einem Minus von 4,1 Prozent sowie der Maschinenbau mit einem Rückgang von 3,8 Prozent wären stark belastet.

Die wirtschaftlichen Folgen würden sich regional unterschiedlich auswirken. Überproportionale Rückgänge würden in Regionen mit starker Industriepräsenz verzeichnet. Bremen, Niederbayern und Leipzig wären mit Produktionsrückgängen zwischen 0,3 und 0,4 Prozent betroffen. In absoluten Zahlen betrachtet, wären Köln, Hamburg und Darmstadt mit Verlusten von jeweils mehreren Milliarden Euro am stärksten betroffen. Auch Berlin und Oberbayern würden spürbare Einbußen hinnehmen müssen.

Nicht alle Branchen würden unter einem solchen Szenario leiden. Einige Sektoren könnten laut Studie sogar profitieren. Die Bereiche "Verlag, Medien und Rundfunk", "Sonstige Transportmittel", "Finanz und Versicherung" sowie Telekommunikation könnten Produktionszuwächse zwischen 2,3 und 3,4 Prozent verzeichnen. Regionen wie Luxemburg oder Malta könnten durch ihre wirtschaftliche Struktur leichte Zugewinne erzielen.

Die Untersuchung wurde vor dem Hintergrund angekündigter US-Zölle unter Präsident Donald Trump durchgeführt. Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von "Chaoswochen im Welthandel". Auch die internationalen Aktienmärkte reagierten mit Kursverlusten, bevor sich die Lage wieder beruhigte. Vertreter der deutschen Politik betonten die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Antwort und forderten mehr internationale Zusammenarbeit sowie den Abschluss eines stabilen Handelsabkommens mit den USA.

USADeutschlandWirtschaftGeldpolitikKonjunkturZölle

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