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Finanzielles Rätselraten bei Signa: Genossenschaftsbank gewährt Millionenkredit

Hintergründe zur ungewöhnlichen Grundschuld und die Rolle weiterer Banken in der Signa-Insolvenz

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Finanzielles Rätselraten bei Signa: Genossenschaftsbank gewährt Millionenkredit

Die finanzielle Situation der insolventen Signa-Gesellschaften wird immer komplexer, da verschiedene Sparkassen und Genossenschaftsbanken in das Schuldennetz verwickelt sind. Besonders interessant ist dabei das Engagement der VR-Bank Memmingen, einer Genossenschaftsbank aus Bayern. Laut Grundbucheinträgen hat diese Bank eine Grundschuld in Höhe von 60 Millionen Euro auf einem ehemaligen Galeria-Kaufhaus in der Düsseldorfer Innenstadt. Diese Grundschuld legt nahe, dass die Volksbank-Raiffeisenbank der Signa-Gruppe einen beachtlichen Kredit gewährt haben könnte, obwohl dies normalerweise nicht das übliche Geschäftsfeld von Genossenschaftsbanken ist. Die VR-Bank Memmingen hat bisher keine Kommentare zu diesem Vorgang abgegeben und betont, keine Informationen über ihre Geschäftsbeziehungen mit Kunden preiszugeben.

Das betroffene Gebäude, das einstige Warenhaus Am Wehrhahn in Düsseldorf, blieb auch nach der Schließung der dortigen Galeria-Filiale im Oktober 2020 im Besitz eines Signa-Unternehmens mit Sitz in Köln. Die Stadt Düsseldorf hatte vor der Pleite der Signa im Dezember 2023 Pläne zur Weiterentwicklung des Standorts, doch als vorübergehende Lösung wurden die Geschäftsflächen an das Fahrradgeschäft Zweirad Stadler vermietet.

Was diese Transaktion besonders ungewöhnlich macht, ist nicht nur die Höhe der Grundschuld, sondern auch die Tatsache, dass Genossenschaftsbanken normalerweise in ihrem regionalen Geschäftsgebiet tätig sind. Dieser Grundbucheintrag legt auch nahe, dass der Kredit noch aktiv ist und erst im Mai des Vorjahres eingetragen wurde. Es wurde berichtet, dass die VR-Bank Memmingen zuvor etwa 60 Millionen Euro an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) überwiesen hatte, die als frühere Kreditgeberin im Grundbuch verzeichnet ist. Die Helaba selbst hat bisher keine Stellungnahme zu diesem Vorgang abgegeben, doch es wird geschätzt, dass sie mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag in Signa engagiert ist.

Die zeitliche Abstimmung dieser Transaktionen wirft Fragen auf, da die Signa-Gruppe bereits zu diesem Zeitpunkt unter den Auswirkungen der Immobilienkrise litt, und die Galeria-Filiale sich mitten in ihrem zweiten Insolvenzverfahren befand. Die Bilanzen der Immobilientöchter Prime und Development wiesen zudem kurz vor dieser Eintragung erhebliche Buchwertverluste auf.

Während die VR-Bank Memmingen und einige weitere Genossenschaftsbanken mit Darlehen an Signa beteiligt sind, sind die meisten Sparkassen ebenfalls Gläubiger der Signa-Gesellschaften. Die Liste der betroffenen Sparkassen umfasst unter anderem die Kreissparkasse Groß-Gerau, die Sparkasse Darmstadt, die Stadtsparkasse Düsseldorf, die Kreissparkasse Göppingen, die Sparkasse Leipzig, die Sparkasse Merzig-Wadern, die Sparkasse Rhein-Nahe, die Sparkasse Siegen sowie die Sparkasse Südliche Weinpfalz (heute Sparkasse Südpfalz) und die Sparkasse Südwestpfalz. Die meisten Sparkassen haben bisher keine Stellungnahme abgegeben und verweisen auf das Bankgeheimnis. Lediglich die Sparkasse Merzig-Wadern äußerte sich und erklärte, dass die Signa-Insolvenz keine bedeutenden Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche Situation haben werde.

Signa-GruppeVR-Bank

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