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Fed-Direktor erwägt Zinssenkungen

Die Wall Street reagiert positiv, während die Inflationsdebatte innerhalb der Fed weitergeht

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Fed-Direktor erwägt Zinssenkungen

Fed-Direktor Christopher Waller hat in einem jüngsten Statement die Möglichkeit einer Zinssenkung in Betracht gezogen, während die US-Notenbank Federal Reserve weiterhin gegen die anhaltende Inflation ankämpft. Waller betonte, dass die Fed gut gerüstet sei, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen und möglicherweise die Zinsen zu senken, sollte die Inflation in den kommenden Monaten weiter zurückgehen. Allerdings vermied er, sich auf einen konkreten Zeitrahmen festzulegen und erklärte: "Ich weiß nicht, wie lange das sein mag – drei Monate, vier Monate, fünf Monate." Dennoch äußerte er zunehmende Zuversicht in die aktuelle Geldpolitik, um die Inflation auf das angestrebte Niveau von zwei Prozent zu bringen.

Die Aussichten auf eine mögliche Zinssenkung erfreuten die Anleger an der Wall Street, was zu einem Anstieg der wichtigsten Aktienindizes führte. Insbesondere die Rendite der zweijährigen Staatsanleihe reagierte empfindlich auf die Möglichkeit einer Lockerung der Geldpolitik und fiel auf 4,780 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich der Rendite-Abstand zur deutschen zweijährigen Bundesanleihe, was auf das gestiegene Interesse an US-Anleihen hindeutet.

Michelle Bowman, Mitglied des Direktoriums der Federal Reserve, hingegen sieht nach wie vor Bedarf für Zinserhöhungen, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Sie bezeichnete dies als ihr "Basis-Szenario" und stellte sich somit gegen Wallers Meinung. Der Offenmarktausschuss der Fed hat in den letzten beiden Sitzungen die Zinssätze unverändert gelassen und die Möglichkeit einer zukünftigen Erhöhung offen gelassen, obwohl die Märkte zunehmend darauf setzen, dass dies nicht geschehen wird.

Fed-Chef Jerome Powell gab kürzlich zu verstehen, dass die Notenbank nach den vorangegangenen aggressiven Zinserhöhungen vorsichtiger agieren könne. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflationsrate in den USA nachgelassen hat. Im Oktober lag sie bei 3,2 Prozent, nach 3,7 Prozent im September. Die Federal Reserve strebt ein langfristiges Inflationsziel von zwei Prozent an, das als optimal für die wirtschaftliche Entwicklung gilt.

Austan Goolsbee, Chef des Fed-Bezirks Chicago, sieht ebenfalls positive Anzeichen in Bezug auf die Inflation. Er betonte, dass es Fortschritte außerhalb des Lebensmittelsektors gebe und erklärte: "Sie ist rückläufig, sie liegt noch nicht unter dem Ziel, aber 2023 sind wir auf dem Weg, den stärksten Rückgang der Inflationsrate seit 71 Jahren zu erreichen." Dies könnte auf eine allmähliche Entspannung der Inflationssituation in den USA hindeuten, die die Federal Reserve bei ihrer geldpolitischen Entscheidungsfindung berücksichtigen wird.

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