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Fed belässt Leitzins unverändert trotz politischem Druck

US-Präsident Trump drängt auf Zinssenkung – erstmals zwei Gegenstimmen im Notenbankgremium

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Fed belässt Leitzins unverändert trotz politischem Druck

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut nicht verändert und hält damit an ihrer zurückhaltenden geldpolitischen Linie fest. Der Zinssatz bleibt weiterhin in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Eine Entscheidung, die unter Experten weitgehend erwartet worden war. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 hat die Fed keine Veränderung am Zinsniveau vorgenommen, nachdem sie im zweiten Halbjahr 2024 eine Absenkung um insgesamt einen Prozentpunkt vorgenommen hatte.

Die Haltung der Fed steht im Kontrast zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump, der sich seit Monaten vehement für Zinssenkungen ausspricht. Nur wenige Minuten vor der offiziellen Mitteilung hatte Trump erneut eine Senkung verlangt. Er erhofft sich davon eine stärkere Ankurbelung der US-Wirtschaft sowie bessere Bedingungen für staatliche Kreditaufnahmen. Der Druck auf die Zentralbank ist daher nicht nur wirtschaftlicher, sondern zunehmend auch politischer Natur.

Fed-Chef Jerome Powell steht seit Längerem im Zentrum dieser Auseinandersetzung. Trump greift ihn regelmäßig öffentlich an und macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Zinspolitik unzufrieden ist. Die US-Notenbank verteidigt ihr Vorgehen jedoch mit Verweis auf wirtschaftliche Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der handelspolitischen Entscheidungen der Regierung. Powell betonte erneut, dass die Effekte von Trumps Zollpolitik auf Inflation und Arbeitsmarkt noch nicht abschließend beurteilt werden könnten. Die Teuerung durch die Zölle werde wohl nur vorübergehend sein, während Risiken für den Arbeitsmarkt bestünden.

Innerhalb der Notenbank ist die Entscheidung ebenfalls nicht unumstritten. Erstmals seit über drei Jahrzehnten kam es zu zwei formellen Gegenstimmen im Offenmarktausschuss. Die Direktoren Christopher Waller und Michelle Bowman sprachen sich für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte aus. Waller wird als möglicher Nachfolger Powells gehandelt, dessen Amtszeit im Mai 2026 endet. Bereits im kommenden Jahr könnte Trump beginnen, neue Mitglieder in das Gremium zu berufen und damit direkten Einfluss auf die künftige Zinspolitik nehmen.

Powells Aussagen auf der Pressekonferenz deuten darauf hin, dass eine Zinssenkung im September wahrscheinlicher wird. Beobachter rechnen zunehmend damit, dass die Fed spätestens im Herbst auf die jüngsten wirtschaftlichen Signale reagiert. Die Entwicklung der Inflation und des Arbeitsmarkts wird dabei ausschlaggebend sein.

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