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FCC sperrt Geräte mit Huawei-Überwachungschips vom US-Markt

Die US-Telekommunikationsaufsicht verweigert erstmals zwei Geräten den Marktzutritt – wegen HiSilicon-Chips mit Gesichtserkennung.

• 2 Min
FCC sperrt Geräte mit Huawei-Überwachungschips vom US-Markt

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat am Donnerstag zwei Geräten den Zugang zum amerikanischen Markt untersagt. Damit nutzt die Telekommunikationsaufsichtsbehörde erstmals ihre Befugnisse nach neuen Vorschriften, die den Markteintritt von Produkten mit ausländischer Überwachungstechnologie blockieren sollen. Wie die Behörde mitteilte, wurden konkret ein Dashcam-System sowie ein drahtloser Videoübertragungssender abgelehnt.

Der Grund: Beide Geräte enthalten Chips des chinesischen Unternehmens HiSilicon, einer Tochtergesellschaft des Netzwerkausrüsters Huawei. Die FCC wies in ihrer Entscheidung darauf hin, dass HiSilicon seinen Chip ausdrücklich als „für den Überwachungsmarkt konzipiert" bewirbt. Das Unternehmen verweist nach Angaben der Behörde zudem auf „Erkennungsalgorithmen für menschliche Gesichter", die in dem Baustein zum Einsatz kommen.

Premiere für die US-Aufsicht

Für die FCC markiert der Schritt eine Premiere. Es handelt sich um das erste Mal, dass die Behörde ihre Durchsetzungsbefugnisse unter den neuen Regeln anwendet, um den Eintritt von Geräten mit bestimmten im Ausland hergestellten Komponenten in den amerikanischen Markt zu verhindern. Bislang galten solche Vorschriften vor allem als regulatorischer Rahmen – nun werden sie erstmals praktisch vollzogen.

Die Entscheidung betrifft zunächst nur die beiden konkreten Produkte, sendet aber ein deutliches Signal. Sie zeigt, dass die US-Regierung bereit ist, die Herkunft einzelner Chips und deren mögliche Überwachungsfunktionen als Ablehnungsgrund zu behandeln. Damit rücken Halbleiterkomponenten aus chinesischer Fertigung stärker in den Fokus der Marktzulassung.

Der Schritt reiht sich in eine länger währende Auseinandersetzung zwischen den USA und Huawei ein. HiSilicon ist eine Tochtergesellschaft des Konzerns, der bereits seit Jahren auf verschiedenen US-Sanktionslisten steht. Der Hinweis der FCC auf die Vermarktung des Chips für Überwachungszwecke macht deutlich, worauf die Behörde ihre Begründung stützt: nicht auf einen konkreten Vorfall, sondern auf die beworbene Funktionalität des Bausteins.

Was das für den Markt bedeutet

Für deutsche Anleger ist die Meldung vor allem als Signal für die weitere Verschärfung der US-Technologiepolitik gegenüber chinesischen Herstellern zu lesen. Wenn die FCC ihre neuen Befugnisse erstmals ausschöpft, könnten weitere Produkte mit HiSilicon- oder Huawei-Komponenten ins Visier geraten. Unternehmen, die auf solche Chips in ihren Geräten setzen, müssen mit zusätzlichen Hürden bei der US-Zulassung rechnen.

Die Meldung stammt vom Finanzportal Investing.com und wurde mit Unterstützung von KI erstellt sowie redaktionell geprüft. Details zu den betroffenen Herstellern, zum genauen Verfahren oder zu möglichen Einsprüchen der betroffenen Firmen nannte die Quelle nicht. Ebenso machte die FCC keine Angaben zu Umsatzvolumen der beiden Geräte oder zu einer möglichen zeitlichen Befristung der Entscheidung.

Beobachter dürften nun verfolgen, ob die Behörde in den kommenden Wochen weitere Ablehnungen nach demselben Muster ausspricht. Für die Branche wäre das ein wichtiger Hinweis darauf, wie konsequent die USA Komponenten mit Überwachungspotenzial aus dem eigenen Markt heraushalten wollen. Klar ist: Mit dieser ersten Entscheidung ist der regulatorische Rahmen von der Theorie in die Praxis überführt worden.

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