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Evotec überzeugt mit Neunmonatszahlen und bestätigt Prognose 2026

Der Hamburger Biotech-Konzern liegt nach vorläufigen Zahlen über den Markterwartungen und hält an seinen Jahreszielen fest.

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Evotec überzeugt mit Neunmonatszahlen und bestätigt Prognose 2026

Der Hamburger Biotech-Konzern Evotec hat für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorläufige Zahlen vorgelegt, die nach eigenen Angaben über den aktuellen Markterwartungen liegen. Der im SDax notierte Konzern erzielte einen Umsatz von rund 465 Millionen Euro. Das bereinigte Konzern-EBITDA lag bei rund minus 42,8 Millionen Euro.

Die Mitteilung erfolgte am Dienstagabend. Das Unternehmen ordnete die Abweichung zu den Analystenschätzungen selbst ein: "Diese Zahlen liegen über den aktuellen Markterwartungen, wobei die Abweichung im Wesentlichen auf die zeitliche Verteilung der Konsensschätzungen zurückzuführen ist", hieß es in der Unternehmensmitteilung.

Jahresprognose 2026 bleibt unverändert

Trotz der vorgelegten Neunmonatszahlen hält Evotec an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Der Konzernumsatz soll zwischen 570 und 610 Millionen Euro liegen. Zu konstanten Wechselkursen rechnet das Unternehmen mit 595 bis 635 Millionen Euro.

Beim bereinigten Konzern-EBITDA erwartet Evotec für 2026 weiterhin einen Verlust zwischen 70 und 105 Millionen Euro. Auf Basis konstanter Wechselkurse liegt die Spanne bei minus 60 bis minus 90 Millionen Euro.

Die Bestätigung der Jahresziele ist insofern bemerkenswert, als Evotec erst Mitte Juli seine Jahresziele drastisch gesenkt hatte. Als Hauptgründe nannte das Unternehmen damals verzögerte Meilensteinzahlungen sowie später als geplante Abschlüsse neuer Partnerschaften.

Was bedeutet das für Anleger?

Für Privatanleger sind zwei Punkte zentral. Erstens: Die vorgelegten Neunmonatszahlen sind vorläufig und übertreffen die Markterwartungen nur, weil die Analystenschätzungen zeitlich anders verteilt waren. Das Unternehmen weist selbst darauf hin, dass die Abweichung nicht auf eine grundlegend veränderte Geschäftsentwicklung zurückzuführen ist, sondern auf die Verteilung der Konsensschätzungen über das Jahr.

Zweitens: Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bestehen. Anleger sollten daher den weiteren Verlauf der Meilensteinzahlungen und den Abschluss neuer Partnerschaften im Blick behalten, denn genau diese Faktoren hatten im Juli zur Senkung der Ziele geführt.

Das bereinigte EBITDA ist eine Kennzahl, bei der Sonderposten herausgerechnet werden. Ein negatives bereinigtes EBITDA bedeutet, dass das operative Geschäft vor Sondereffekten noch Geld verbrennt. Bei einem forschenden Biotech-Unternehmen ist das nicht ungewöhnlich, da hohe Investitionen anfallen, bevor Erträge aus Zulassungen und Partnerschaften fließen.

Evotec ist ein Hamburger Biotech-Unternehmen und im SDax notiert, dem Index der deutschen Nebenwerte. Die Aktie gehört damit zu den kleineren und mittelgroßen Werten des deutschen Marktes, die auf Geschäftsnachrichten häufig stärker reagieren als Standardwerte.

Die endgültigen Zahlen für die ersten neun Monate dürften in den kommenden Wochen folgen. Bis dahin bleibt die Bestätigung der Jahresprognose das wichtigste Signal für den Markt.

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