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EU erlaubt Mars die Übernahme von Kellanova

Prüfung zeigt keine Auswirkungen auf Wettbewerb und Handelsverhandlungen

EU erlaubt Mars die Übernahme von Kellanova

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Snackherstellers Kellanova durch den US-Lebensmittelkonzern Mars genehmigt. Die Entscheidung fiel ohne Auflagen, nachdem die Behörde in den vergangenen Wochen geprüft hatte, ob der Zusammenschluss Auswirkungen auf den Wettbewerb in der Europäischen Union haben könnte. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob Mars durch die Integration des Kellanova-Sortiments seine Verhandlungsmacht gegenüber dem Einzelhandel spürbar ausweiten und dadurch höhere Preise durchsetzen könnte. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass die erweiterten Produktreihen die Position des Konzerns im Austausch mit Händlern nicht wesentlich verändern würden.

Mars zählt zu den größten Markenherstellern der Branche und ist in Deutschland mit einem breiten Portfolio vertreten. Dazu gehören bekannte Schokoriegel wie Mars, Snickers und Bounty, verschiedene Kaugummimarken sowie Produkte aus dem Bereich Tiernahrung. Auch Lebensmittel wie Reis und Nudelgerichte, die seit vielen Jahren zum Sortiment gehören, tragen zur Präsenz des Unternehmens bei. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 150.000 Mitarbeiter und ist in zahlreichen Produktkategorien aktiv.

Kellanova ist Verbrauchern vor allem durch Marken wie Pringles und Kellogg’s bekannt. Mit der Aufnahme dieser Produkte erweitert Mars sein Angebot im Segment der Snacks und Frühstücksartikel erheblich. Die EU-Kommission stellte fest, dass trotz der größeren Bandbreite an Marken keine signifikanten Wettbewerbsnachteile für andere Marktteilnehmer zu erwarten seien. Die Behörde verwies darauf, dass Handelspartner weiterhin über ausreichende Alternativen verfügen und dass sich die Marktanteile durch den Zusammenschluss zwar erweitern, aber keine dominante Stellung in entscheidendem Ausmaß entsteht.

Durch die Zustimmung der Brüsseler Behörde ist der Weg für die Übernahme nun frei. Die Unternehmen können damit die nächsten Schritte zur Integration einleiten. Beide Konzerne hatten im Vorfeld betont, dass sie durch die Kombination ihrer Marken ihr Wachstum fortsetzen wollen. Die Prüfung der Wettbewerbsbehörde war der letzte wesentliche regulatorische Schritt innerhalb der Europäischen Union. Mit der Entscheidung schließt sich ein Verfahren ab, das die Marktstrukturen und die Position der beteiligten Unternehmen umfassend bewertete.

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