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Drei Energieaktien, die still von Trumps Reshoring-Politik profitieren

EOG Resources, Kinder Morgan und MPLX zählen zu den größten Profiteuren der US-amerikanischen Energiepolitik unter Trump.

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Drei Energieaktien, die still von Trumps Reshoring-Politik profitieren

Die Trump-Regierung hat sich klar positioniert: Die heimische Energieproduktion der USA soll massiv gestärkt werden. Für Anleger eröffnet diese politische Ausrichtung interessante Investmentchancen – besonders bei Unternehmen, die abseits des Rampenlichts solide Geschäfte betreiben. Drei Energieaktien stechen dabei besonders hervor: EOG Resources, Kinder Morgan und MPLX.

Der Hintergrund ist bedeutsam: Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl und Gas weltweit – macht die Eigenständigkeit der USA in der Energieversorgung zu einem strategischen Ziel. Auch wenn die Meerenge derzeit offen ist, bietet die politische Lage keine Garantie für die Zukunft. Die Trump-Administration reagiert darauf mit einer Vielzahl von Initiativen zur Stärkung der US-Energieautarkie.

EOG Resources: Starkes US-Portfolio im Exploration- und Produktionsbereich

EOG Resources ist ein führender Akteur im Bereich Exploration und Produktion (E&P) und einer der offensichtlichsten Nutznießer der aktuellen US-Energiepolitik. Das Unternehmen ist im Delaware-Becken, im Powder-River-Becken und mehreren weiteren Becken in den Vereinigten Staaten tätig. Im Jahr 2025 stammten fast 97 % der produzierten 449,9 Millionen Barrel Öläquivalent aus US-amerikanischen Aktivitäten – ein klares Zeichen für die starke Heimatmarktausrichtung des Konzerns.

Für Dividendeninvestoren ist EOG Resources besonders attraktiv. Das Unternehmen hat seine Dividende in den letzten drei Jahrzehnten nahezu jedes Jahr erhöht und gilt als eine der führenden Dividendenaktien im Energiesektor. Im Jahr 2025 gab EOG Resources 100 % seines freien Cashflows durch Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen an die Aktionäre zurück – ein starkes Signal der Aktionärsorientierung.

Kinder Morgan: Der Mautkassierer der US-Energieinfrastruktur

Während Upstream-Unternehmen wie EOG Resources Öl und Gas fördern, braucht es leistungsfähige Infrastruktur, um diese Rohstoffe zu Raffinerien und Exportterminals zu transportieren. Genau hier setzt Kinder Morgan an. Das Unternehmen betreibt oder hält Beteiligungen an rund 78.000 Meilen Pipelines sowie 136 Terminals und gehört damit zu den größten Energieinfrastrukturunternehmen der USA.

Kinder Morgan funktioniert wie ein Mautkassierer: Energieunternehmen zahlen für die Nutzung der Infrastruktur, was dem Konzern stabile und gut planbare Cashflows sichert. Aktuell verfolgt Kinder Morgan Wachstumsprojekte im Wert von 10 Milliarden US-Dollar, ergänzt durch Erdgas-Wachstumsprojekte im Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar, die sich bereits im Auftragsbestand befinden. Diese Investitionspipeline macht das Unternehmen besonders interessant für Einkommensinvestoren, die auf verlässliche Dividendenzahlungen setzen.

MPLX: Hohe Dividendenrendite mit solider Deckung

MPLX, 2012 von Marathon Petroleum gegründet, ist ein weiteres Midstream-Unternehmen, das von der wachsenden US-Energieproduktion profitieren dürfte. Das Unternehmen ist in wichtigen Schieferregionen aktiv, darunter Marcellus Shale, Permian Basin, Utica Shale und Bakken Shale – allesamt Schlüsselregionen der amerikanischen Öl- und Gasförderung.

Für 2026 hat MPLX Wachstumsinvestitionen in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar eingeplant. Dazu zählen Projekte wie die Erdgasanlage Secretariat, die Bay-Runner-Pipeline und die Blackcomb-Pipeline, die alle voraussichtlich 2026 in Betrieb gehen sollen. Langfristig plant das Unternehmen zudem das Gulf Coast LPG Export Terminal (voraussichtlich 2028) sowie die Rio Bravo Pipeline (voraussichtlich 2029).

Besonders auffällig ist die Forward-Dividendenrendite von 7,9 %, die MPLX bei Einkommensinvestoren beliebt macht. Skeptiker, die bei so hohen Renditen Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität hegen, dürften durch die Zahlen beruhigt werden: MPLX erzielte einen ausschüttungsfähigen Cashflow von 5,8 Milliarden US-Dollar und zahlte davon 4 Milliarden US-Dollar als Ausschüttungen – eine solide Deckungsquote. Anleger sollten jedoch beachten, dass MPLX als Master Limited Partnership (MLP) strukturiert ist, was steuerliche Besonderheiten mit sich bringt.

Welche Aktie passt zu welchem Anlegertyp?

Die drei Energieaktien sprechen unterschiedliche Anlegerprofile an. Konservative Investoren, die auf Stabilität und eine lange Dividendenhistorie setzen, finden in EOG Resources und Kinder Morgan solide Optionen. Wer hingegen eine höhere laufende Ausschüttung sucht und bereit ist, die steuerlichen Besonderheiten einer MLP-Struktur zu berücksichtigen, wird bei MPLX fündig. Allen drei Unternehmen gemeinsam ist, dass sie strukturell von der aktuellen US-Energiepolitik profitieren – ohne dabei im Rampenlicht zu stehen.

Für deutsche Privatanleger, die ihr Portfolio um US-Energiewerte erweitern möchten, bieten diese drei Aktien einen interessanten Einstiegspunkt in einen Sektor, der durch politischen Rückenwind und stabile Cashflows überzeugt.

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