ANZEIGE

Dollar erreicht Zwei-Monats-Hoch: Yen nähert sich Marke von 160

Steigende US-Renditen und Fed-Zinserwartungen stützen den Greenback und setzen asiatische Währungen unter Druck.

•• 3 Min
Dollar erreicht Zwei-Monats-Hoch: Yen nähert sich Marke von 160

Der US-Dollar hielt sich am Freitag nahe einem Zweimonatshoch, gestützt durch steigende Renditen für US-Staatsanleihen und die wachsende Erwartung weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve. Der Greenback übte damit erneut Druck auf die asiatischen Währungen aus und trieb den japanischen Yen in die Nähe des vielbeachteten Niveaus von 160 pro Dollar. Der US-Dollar-Index notierte bei rund 101,28 und veränderte sich im frühen asiatischen Handel kaum, nachdem er an vier Tagen in Folge zugelegt hatte.

Das Tempo der Aufwertung verlangsamte sich am Donnerstag auf etwa 0,2 Prozent, nach 0,5 Prozent am Mittwoch. Auf Wochensicht legte der Index um rund 1,1 Prozent zu und entsprach damit dem Tempo der Vorwoche. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung bedeutsam, da ein starker Dollar importierte Inflation in die USA treibt und zugleich die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed beeinflusst – Faktoren, die auch die europäischen Kapitalmärkte und den Euro-Wechselkurs prägen.

Yen unter Beobachtung

Das USD/JPY-Paar notierte bei rund 158,46, nach einem Rückgang von 0,3 Prozent, nachdem der Yen am Donnerstag bis auf 159,04 abgerutscht war – sein schwächster Stand seit dem 2. September. Die Märkte beobachten nun erneut die Marke von 160 als potenziellen Test für die Toleranzgrenze Japans gegenüber einer weiteren Schwächung der eigenen Währung. Der jüngste Anstieg des Dollars fiel mit einem erneuten Anstieg der US-Anleiherenditen zusammen, nachdem Wirtschaftsdaten auf eine feste Aktivität und anhaltende Preisdruckfaktoren hingedeutet hatten.

Besonders auffällig: Die Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen kletterte auf ihr höchstes Niveau seit Juni 2004, während die Benchmark-Rendite für zehnjährige Anleihen ihr höchstes Niveau in fast zwei Jahrzehnten erreichte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen um 1.000 auf 197.000 zurück und lagen damit unter der Schätzung von 201.000 aus einer Reuters-Umfrage, was auf einen weiterhin stabilen Arbeitsmarkt hindeutet.

Seit die Fed in der vergangenen Woche die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben hat, haben mehrere Beamte angedeutet, dass weitere Erhöhungen erforderlich sein könnten, falls die Inflation nicht nachlässt. Diese Signale haben die Erwartungen auf einen weiteren Zinsschub verstärkt. Auch die Ölpreise tragen zum Inflationsdruck bei: Rohöl stieg im volatilen Handel um fast vier Prozent, nachdem ein Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien die Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen neu befeuert hatte. Die Gewinne milderten sich jedoch, nachdem Berichte bekannt wurden, wonach die USA und der Iran über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus diskutiert hatten.

Japans Zentralbank unter Druck

Der Yen befindet sich seit zwei Wochen im Rückwärtsgang, nachdem die Bank of Japan (BOJ) am 18. September ihre Politiktagung abgehalten hatte. Die Zentralbank beschleunigte zwar ihren Verschärfungszyklus, traf aber eine Entscheidung, die Dissens im Vorstand beinhaltete. Die Märkte bewerteten den Schritt der BOJ als unzureichend hart im Vergleich zum zunehmend festen Verschärfungskurs der Federal Reserve, wodurch die Zinslücke zwischen den USA und Japan stärker in den Fokus rückte.

Der Rückgang des Yen in Richtung 160 hat Spekulationen wiederbelebt, dass die japanischen Behörden erneut eingreifen könnten. Die Rückkehr Japans aus den Feiertagen hat die Währung zusätzlich ins Blickfeld gerückt, da das USD/JPY-Paar ein Niveau erreicht, bei dem Händler verstärkt nach Anzeichen offizieller Maßnahmen Ausschau halten.

Auch andere asiatische Währungen gerieten unter Druck. Der australische Dollar war laut DBS der größte wöchentliche Verlierer gegenüber dem US-Dollar und fiel um 1,6 Prozent. Zusätzlichen Druck erhielt die Währung, nachdem die Arbeitslosenquote in Australien im August auf 4,6 Prozent gestiegen war – der höchste Stand seit 2021 –, was einige der geldpolitischen Stützen für den Austral-Dollar reduzierte. Das AUD/USD-Paar lag bei rund 0,70 Dollar, während NZD/USD nahe 0,57 notierte.

Der chinesische Yuan stand ebenfalls erneut unter Druck: Das USD/CNY-Paar stieg am zweiten Tag in Folge auf 6,71, nachdem es zuvor drei Sitzungen lang erstmals seit Januar 2023 unterhalb von 6,70 gehandelt hatte. Chinas Inlandsmärkte für Aktien und Anleihen blieben am Freitag wegen des Mittelfestivals geschlossen und werden am Montag, dem 28. September, wiedereröffnet, während die Finanzmärkte Südkoreas ebenfalls am Freitag aufgrund des Chuseok-Festes geschlossen blieben.

In weiteren Regionen fiel das USD/KRW-Paar um 0,3 Prozent auf 1.361,75, USD/IDR stieg um 0,3 Prozent auf 17.930,1, USD/INR blieb mit 96,08 nahezu unverändert, während USD/MYR um 0,3 Prozent auf 4,07 nachgab. Das USD/SGD-Paar lag bei rund 1,2791.

Us-DollarYenFederal ReserveBank Of JapanZinserhöhungUs-StaatsanleihenAsiatische WährungenUsd/Jpy

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.