ANZEIGE

Die große Unbekannte beim Ölpreis

Selbst bei der OPEC weiß man nicht wie es mit dem Ölpreis weitergehen wird.

•• 3 Min
Die große Unbekannte beim Ölpreis

Die Pandemie ist in diesem Jahr die große Unbekannte für die globalen Ölmärkte und die Weltwirtschaft. Es ist unwahrscheinlich, dass der Ölmarkt in vier Monaten völlig aus dem Gröbsten heraus sein wird, wenn eine weitere Unbekannte das Gleichgewicht der Rohölversorgung aus dem Gleichgewicht bringen könnte, das die OPEC+ verzweifelt versucht, mit kollektiven Produktionskürzungen in Rekordhöhe zu erreichen.  Die US-Präsidentschaftswahlen im November könnten eine Joe Biden-Administration im Weißen Haus einsetzen - eine Administration, die sich in ihrem außenpolitischen Ansatz von der Trump-Administration unterscheidet und sich für mehr Verhandlungen und weniger Sanktionen gegen ölproduzierende Länder wie Iran und Venezuela entscheiden könnte. Iran, Venezuela und Libyen - die drei OPEC-Mitglieder, die derzeit von den Förderkürzungen ausgenommen sind - haben in den letzten Jahren aufgrund des Bürgerkriegs in Libyen und zunehmend strengerer US-Sanktionen gegen iranische und venezolanische Ölexporte einen Einbruch ihrer Ölförderung und ihrer Exporte erlebt. Wenn Biden im November gewinnt, ist es wahrscheinlicher, dass er einen verhandelten Übergang in Venezuela anstrebt und den Atomdeal mit dem Iran erneut aufgreift und neu verhandelt, wobei er möglicherweise einige Sanktionen im Gegenzug dafür lockert, dass Teheran im Rahmen einer überarbeiteten Form des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans (JCPOA) zur Einhaltung zurückkehrt, argumentiert der Marktanalyst John Kemp von Reuters. Umfragen zeigen, dass der mutmaßliche demokratische Kandidat Biden derzeit einen Vorsprung vor Präsident Donald Trump hat. Da bis zum Wahltag noch mehr als drei Monate verbleiben, ist das Rennen jedoch so offen wie es sein könnte, wenn man die hohe Unsicherheit bezüglich der Pandemie, das Tempo der wirtschaftlichen Erholung der USA nach der Abriegelung und die Möglichkeit der Wiedereinführung lokaler Abriegelungen inmitten der stark ansteigenden COVID-19-Fälle bedenkt. Die Trump-Administration hat in den letzten zwei Jahren, nachdem sich die USA 2018 aus dem Iran-Nukleargeschäft zurückgezogen und Anfang 2019 mit der Verhängung von Sanktionen gegen Venezuela begonnen hatten, rund 4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) der kombinierten Ölförderung im Iran und in Venezuela effektiv erstickt. Zusätzlich hält der Bürgerkrieg in Libyen derzeit rund 1 Million bpd vom Markt fern. Ein prekäres Gleichgewicht von Ölangebot und -nachfrage, das die OPEC+ im Laufe dieses Jahres erreichen dürfte, wenn die weltweite Ölnachfrage nach dem erschütternden Absturz im April wieder anziehen dürfte, könnte erneut in ein Überangebot kippen, wenn Biden im November gewinnt und im nächsten Jahr Verhandlungen über ein neues Atomabkommen mit dem Iran aufnimmt. Ein solches neues Abkommen könnte mit einer Art gelockerten Sanktionen gegen das iranische Öl einhergehen, wenn Teheran beweist, dass es sich an eine neue Vereinbarung hält. "Die jüngste Ermordung von Qasem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Quds Force, hat einen gefährlichen Akteur ausgeschaltet, aber auch die Aussicht auf einen immer weiter eskalierenden Kreislauf der Gewalt in der Region aufgeworfen, und sie hat Teheran dazu veranlasst, die im Rahmen des Nuklearabkommens festgelegten nuklearen Grenzwerte über Bord zu werfen", schrieb Biden in einem Essay in der Zeitschrift Foreign Affairs Anfang des Jahres. "Teheran muss zu einer strikten Einhaltung des Abkommens zurückkehren. Wenn es dies tut, würde ich dem Abkommen wieder beitreten und unser erneuertes diplomatisches Engagement dazu nutzen, mit unseren Verbündeten zusammenzuarbeiten, um es zu stärken und auszuweiten und gleichzeitig wirksamer gegen andere destabilisierende Aktivitäten des Iran vorzugehen", sagte er. Die meisten derzeitigen Annahmen über die mittelfristige globale Ölversorgung beruhen auf der Prämisse, dass Venezuela und der Iran auf absehbare Zeit weiterhin unter US-Sanktionen stehen und keine großen Mengen Rohöl exportieren können. Sollte sich die US-Außenpolitik nach der Wahl im November ändern, wird der Ölmarkt möglicherweise mit mehr Lieferungen aus dem Iran und möglicherweise aus Venezuela zu kämpfen haben. Die Möglichkeit, dass iranisches und/oder venezolanisches Öl auf den Markt zurückkehrt, wird die Ölpreise in den nächsten zwei Jahren, wenn die weltweite Ölnachfrage voraussichtlich näher an das Niveau vor dem Koronavirus heranrücken wird, weiter unter Druck setzen.

Joe BidenÖlOPEC+

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.