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DHL Group hebt Gewinnprognose 2026 nach starkem Q2 an

Starkes Nachfragewachstum und Kostensenkungen treiben das Konzern-EBIT auf rund 1,85 Milliarden Euro – ein Plus von 29 Prozent.

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DHL Group hebt Gewinnprognose 2026 nach starkem Q2 an

Die DHL Group hat ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich angehoben. Grundlage sind vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal, die ein über den Erwartungen liegendes Wachstum zeigen. Als Treiber nennt der deutsche Logistikkonzern eine gestiegene Nachfrage sowie Erfolge bei der Kostensenkung.

Der Konzern erwartet nun für 2026 ein Konzern-EBIT von mehr als 6,5 Milliarden Euro. Bislang lag die Prognose bei über 6,2 Milliarden Euro. Der Ausblick für die DHL-Divisionen wurde von über 5,6 Milliarden auf mehr als 5,9 Milliarden Euro angehoben. Die Prognose für die Sparte Post & Paket Deutschland bleibt unverändert bei mehr als 900 Millionen Euro.

Starkes Quartalswachstum bei Umsatz und Ergebnis

Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um mehr als 10 Prozent. Das Konzern-EBIT erreichte rund 1,85 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 29 Prozent gegenüber den 1,43 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf DHL die Erwartungen des Marktes deutlich.

Besonders stark entwickelte sich die Sparte DHL Express: Sie meldete für das zweite Quartal ein EBIT von rund 1,20 Milliarden Euro, nach 730 Millionen Euro im Vorjahr. Die Division profitierte von einer Rückkehr zum Gewichtswachstum sowie von Gewinnen in Höhe von rund 150 Millionen Euro, die auf Kapazitätsengpässe im Luftfrachtmarkt zurückzuführen sind.

DHL Global Forwarding steigerte sein EBIT von 196 Millionen auf rund 240 Millionen Euro. DHL Supply Chain erzielte rund 305 Millionen Euro, nach 348 Millionen Euro im Vorjahr – der Vorjahreswert hatte allerdings positive Einmaleffekte von 54 Millionen Euro enthalten. DHL eCommerce meldete ein EBIT von rund 50 Millionen Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von 56 Millionen Euro.

Post & Paket Deutschland unter Vorjahresniveau

Die Sparte Post & Paket Deutschland erzielte ein EBIT von rund 135 Millionen Euro, verglichen mit 166 Millionen Euro im zweiten Quartal 2025. Damit blieb dieser Bereich als einzige Division unter dem Vorjahreswert, ohne dass Sondereffekte als Erklärung herangezogen wurden.

DHL erklärte, dass die verbesserten Gesamtergebnisse das anhaltende Nachfragewachstum – insbesondere bei DHL Express – sowie eine niedrigere Kostenbasis durch das Effizienzprogramm „Fit for Growth" widerspiegeln. Das Vorjahresquartal war zudem durch zoll- und handelspolitische Rahmenbedingungen belastet worden, was den Vergleich zusätzlich begünstigt.

Das Effizienzprogramm „Fit for Growth" spielt damit eine zentrale Rolle in der positiven Ergebnisentwicklung. Es zeigt, dass der Konzern nicht nur von externen Nachfragefaktoren profitiert, sondern auch intern an der Kostenbasis arbeitet.

Den vollständigen Bericht zum zweiten Quartal plant die DHL Group am 5. August 2026 zu veröffentlichen. Anleger und Analysten dürften dann weitere Details zu den einzelnen Segmenten und zum Ausblick für das zweite Halbjahr erwarten.

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