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Deutsche Autoexporte stark unter Druck

US-Zölle verändern dauerhaft den Handel mit den Vereinigten Staaten

Deutsche Autoexporte stark unter Druck

Der Export deutscher Autos in die Vereinigten Staaten ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres deutlich zurückgegangen. Nach einer aktuellen Studie sanken die Ausfuhren um nahezu 14 Prozent und trafen damit keinen anderen Industriezweig so stark wie die Automobilbranche. Die Entwicklung wird vor allem auf die Handelspolitik der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump zurückgeführt, die seit Monaten für Belastungen im transatlantischen Warenverkehr sorgt.

Besonders betroffen sind große Hersteller wie Volkswagen AG, Bayerische Motoren Werke AG und Mercedes-Benz Group AG, deren Fahrzeuge traditionell einen wichtigen Anteil am Export in den US-Markt haben. Zwar einigten sich Washington und Brüssel auf einen Kompromiss, der ab dem 1. August einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent auf europäische Autos vorsieht, doch bleibt dieser Wert deutlich höher als vor Beginn des Handelskonflikts. Ursprünglich hatte die US-Regierung sogar einen Satz von 25 Prozent zusätzlich zu bestehenden Abgaben ins Spiel gebracht.

Auch andere Industriezweige verzeichneten spürbare Rückgänge. Die Exporte deutscher Maschinen- und Anlagenbauer in die USA sanken in den ersten neun Monaten des Jahres um 9,5 Prozent. In diesem Bereich wirken sich insbesondere die hohen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus, die bei vielen Maschinen eine zentrale Rolle spielen. Die chemische Industrie meldete ebenfalls ein Minus von 9,5 Prozent, wobei die Studie darauf hinweist, dass hier nicht ausschließlich die Zollpolitik verantwortlich sei.

Als weiterer Belastungsfaktor für die Chemiebranche gelten unter anderem die gestiegenen Energiepreise in Deutschland, die zu einer geringeren inländischen Produktion führten. Dadurch verringerte sich auch das Exportvolumen unabhängig von den Handelshemmnissen. Insgesamt gingen die deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten über alle Branchen hinweg um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, nachdem sie in den Vergleichszeiträumen von 2016 bis 2024 im Durchschnitt um fast fünf Prozent gewachsen waren.

Die Autorin der Studie spricht von einer neuen Normalität für deutsche Exporteure. Da nicht davon ausgegangen werde, dass die US-Importzölle in absehbarer Zeit wieder auf das Niveau vor der Trump-Administration zurückkehren, sei eine rasche und deutliche Erholung der deutschen Exporte in den US-Markt wenig wahrscheinlich.

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