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Dell hebt Prognosen an: KI-Server-Boom treibt Aktie hoch

Dank boomender Nachfrage nach KI-optimierten Servern übertrifft Dell alle Erwartungen und schraubt seine Jahresziele deutlich nach oben.

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Dell hebt Prognosen an: KI-Server-Boom treibt Aktie hoch

Dell Technologies hat seine Jahresprognosen für Umsatz und Gewinn deutlich angehoben. Der Konzern profitiert massiv vom Ausbau der Rechenzentren seiner Kunden, was die Nachfrage nach KI-optimierten Servern mit Nvidia-Chips in die Höhe treibt. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Kurssprung von rund 39%.

Zu den Kunden von Dell zählen namhafte Unternehmen wie CoreWeave, Honeywell International und Samsung Electronics. US-Tech-Giganten wie Alphabet und Amazon planen, in diesem Jahr mehr als 700 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur auszugeben – ein Rückenwind, der die Nachfrage nach Server- und Rechenzentrumsausrüstung von Anbietern wie Dell und Super Micro Computer weiter befeuert.

Rekordergebnisse im ersten Quartal

Der Quartalsumsatz von Dell stieg im ersten Quartal um beeindruckende 88% auf 43,84 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die durchschnittliche Analystenschätzung von 35,43 Milliarden US-Dollar, die vom Datenanbieter LSEG zusammengestellt wurde, deutlich. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie von 4,86 US-Dollar lag weit über den Erwartungen von 2,94 US-Dollar.

Besonders stark zeigte sich Dells Infrastructure Solutions Group, die Speicher-, Software- und Serverangebote bündelt: Ihr Umsatz sprang um 181% nach oben. Aber auch das klassische PC-Geschäft der Client Solutions Group legte um 17% zu – ein Zeichen dafür, dass Dell auf breiter Front wächst.

Jahresprognose massiv angehoben

Dell hob seine Prognose für den Jahresumsatz auf eine Spanne zwischen 165 und 169 Milliarden US-Dollar an. Das ist eine erhebliche Steigerung gegenüber der vorherigen Schätzung von 138 bis 142 Milliarden US-Dollar. Beim bereinigten Jahresgewinn je Aktie erwartet das Unternehmen nun 17,90 US-Dollar, nach zuvor prognostizierten 12,90 US-Dollar.

Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Dell beim Umsatz mit KI-Servern nun mit rund 60 Milliarden US-Dollar – gegenüber der früheren Prognose von 50 Milliarden US-Dollar eine Steigerung von 20%. Auch die Prognosen für das zweite Quartal beim Umsatz und beim bereinigten Gewinn je Aktie lagen über den Marktschätzungen.

Speicherchip-Krise als Herausforderung

Trotz des Booms steht Dell vor Herausforderungen: Das Unternehmen kämpft mit einer Krise bei Speicherchips und begegnet ihr mit Preiserhöhungen sowie Anpassungen in der Lieferkette. Jeff Clarke, Chief Operating Officer von Dell, äußerte sich dazu offen in einer Telefonkonferenz: „Es fühlt sich so an, als würden wir die Preise jeden Tag neu festlegen. Und ich bin sicher, dass unsere Kunden diesen Schmerz spüren. Leider sehe ich angesichts des aktuellen inflationären Umfelds keine Änderung dieser Situation."

Melissa Otto, Leiterin der Research-Abteilung bei S&P Global Visible Alpha, sieht Dell dennoch gut positioniert: „Das Unternehmen ist aufgrund seiner Größe, seiner Lieferantenbeziehungen und seiner Fähigkeit, die Nachfrage zu priorisieren, besser aufgestellt als die Konkurrenz. Dies hilft Dell, während der Knappheit bei Speicherchips Marktanteile zu gewinnen."

Milliardenvertrag mit US-Verteidigungsministerium

Zusätzlichen Rückenwind erhielt Dell am Mittwoch durch einen Großauftrag: Eine Tochtergesellschaft des Konzerns erhielt vom US-Verteidigungsministerium einen Fünfjahresvertrag im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. Der Auftrag umfasst die Unterstützung bei der Verwaltung von Lizenzen für Microsoft-Software – ein weiterer Beleg für Dells starke Stellung im öffentlichen Sektor.

Die starken Ergebnisse und die deutlich angehobenen Prognosen unterstreichen, wie Dell zu einem der größten Profiteure des Booms der generativen KI geworden ist. Für deutsche Anleger, die den globalen KI-Infrastrukturmarkt im Blick haben, bleibt Dell damit ein zentraler Wert in der Beobachtung.

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