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DAX trotzt Krisen und bleibt stabil

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX trotzt Krisen und bleibt stabil

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt lassen sich derzeit weder von politischen Turbulenzen noch von internationalen Währungsschwankungen aus der Ruhe bringen. Der DAX schloss zu Wochenbeginn unverändert bei 24.378 Punkten und bewegte sich dabei in einer Spanne zwischen 24.269 und 24.482 Zählern. Das Rekordhoch aus dem Juli bei 24.639 Punkten bleibt damit in Reichweite. Trotz schwächerer Impulse aus dem Ausland hält sich der Leitindex auf hohem Niveau. Der MDAX gab leicht um 0,19 Prozent auf 30.378 Punkte nach. Beobachter sehen in dem stabilen Verlauf ein Zeichen für die Hoffnung auf eine mögliche Jahresendrally.

Für Unruhe hätte die politische Entwicklung in Frankreich sorgen können. Der überraschende Rücktritt des Premierministers Sébastien Lecornu nach kurzer Amtszeit hat eine Regierungskrise ausgelöst. Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone spielt Frankreich eine zentrale Rolle für den deutschen Handel. An den Finanzmärkten in Paris fielen die Reaktionen deutlich heftiger aus als hierzulande. Der CAC 40 verlor rund 1,4 Prozent, die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg auf knapp 3,6 Prozent. Für Frankreich verteuert sich damit die Staatsfinanzierung weiter. Mit einer Verschuldung von etwa 3,3 Billionen Euro liegt das Land an der Spitze der EU. Eine politische Lösung zeichnet sich nach Einschätzung von Ökonomen nicht ab.

Die Währungen reagierten ebenfalls auf die Nachrichtenlage. Der Euro fiel zunächst bis auf 1,1652 Dollar, erholte sich aber wieder auf 1,1706 Dollar. Deutlich unter Druck geriet der japanische Yen. Der Euro stieg auf ein Rekordhoch von 176,25 Yen, während der Dollar den höchsten Stand seit Anfang August erreichte. Auslöser war die Wahl von Sanae Takaichi zur Vorsitzenden der japanischen Regierungspartei, die für eine Fortsetzung der expansiven Wirtschaftspolitik steht. Der schwächere Yen trieb den Goldpreis auf ein Rekordniveau von 3.963 Dollar je Feinunze.

An den US-Börsen sorgten Technologiewerte für neue Höchststände. Der Nasdaq 100 überschritt erstmals die Marke von 25.000 Punkten. Besonders stark legten AMD-Aktien zu, die nach der Ankündigung einer milliardenschweren Partnerschaft mit OpenAI um 28 Prozent stiegen und ein Rekordhoch erreichten. Auch Bitcoin zeigte sich stabil nahe seiner Bestmarke von 125.689 Dollar, beflügelt von Zinssenkungserwartungen und wachsendem Interesse institutioneller Anleger.

In Deutschland profitierten Versicherungswerte von Dividendenplänen. Hannover Rück kündigte eine höhere Ausschüttungsquote an und gewann über drei Prozent. Auch Münchener Rück, Allianz und Talanx legten zu. Im MDAX stiegen Redcare-Pharmacy-Aktien nach positiven Quartalsdaten um mehr als elf Prozent. Zudem wurde bekannt, dass der Börsengang von Ottobock am oberen Ende der Preisspanne erwartet wird, was einer Marktbewertung von rund 4,2 Milliarden Euro entspricht.

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