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DAX schließt schwächer nach US-Zolldrohung

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DAX schließt schwächer nach US-Zolldrohung

Der DAX hat die Handelswoche mit einem Rückgang beendet. Auslöser waren neue Zolldrohungen aus den USA, die für Nervosität an den Finanzmärkten sorgten. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, ab dem 1. Juni Strafzölle in Höhe von 50 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union zu erheben. Die Androhung ließ den deutschen Leitindex im Tagesverlauf um bis zu drei Prozent einbrechen. Er unterschritt erneut die Marke von 24.000 Punkten, die er in dieser Woche erstmals überschritten hatte. Zum Handelsschluss lag der DAX bei 23.630 Punkten, ein Minus von 1,5 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich ein Verlust von 0,6 Prozent.

Anleger reagierten insgesamt jedoch zurückhaltend. Unklar bleibt, ob die Zölle tatsächlich umgesetzt werden oder Teil einer Verhandlungstaktik sind. In der Vergangenheit hatte Trump häufig ähnlich agiert. Die Hoffnung auf eine erneute Kehrtwende bremste die Kursverluste. Auch eine positive Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte für etwas Entspannung. Marktexperten warnten dennoch vor möglichen weiteren Eskalationen am Wochenende. Die Nervosität unter Marktteilnehmern war spürbar.

Auch an der Wall Street kam es zu Verlusten. Der Dow Jones fiel um 0,6 Prozent auf 41.618 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,7 Prozent, der Nasdaq 100 sank um 0,9 Prozent. US-Staatsanleihen waren dagegen gefragt. Der Kurs zehnjähriger Papiere stieg, während deren Rendite auf 4,51 Prozent sank. Der Euro legte zum Dollar um 0,7 Prozent auf 1,1358 Dollar zu. Unterstützung erhielt die Gemeinschaftswährung durch eine nach oben korrigierte BIP-Schätzung für Deutschland im ersten Quartal.

Der Goldpreis profitierte von den Unsicherheiten und stieg um zwei Prozent auf 3.361 Dollar pro Feinunze. Auch der Bitcoin verlor angesichts der schwachen Marktstimmung an Wert und rutschte zeitweise unter 108.000 Dollar. Die zuvor erreichte Rekordmarke von 112.000 Dollar konnte nicht gehalten werden.

Unternehmensseitig bestätigten Helvetia und Baloise die Zustimmung ihrer Aktionäre zur geplanten Fusion. Metro kündigte die Übernahme der GVS Group an. Trump drohte Apple mit 25-Prozent-Zöllen, sollten iPhones nicht in den USA produziert werden. Volvo Cars kündigte an, entstehende Mehrkosten durch Zölle an US-Kunden weiterzugeben.

Weitere Nachrichten betrafen eine Einigung bei TUI fly, die Übertragungsrechte der Fußball-Weltmeisterschaften für die Telekom sowie neue TV-Rechte der Champions League der Frauen durch Disney+. Ein Gericht erlaubte Meta die Nutzung öffentlicher Facebook- und Instagram-Beiträge für das Training seiner KI.

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