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DAX schließt im Plus nach Zoll-Einigung

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 DAX schließt im Plus nach Zoll-Einigung

Der deutsche Aktienindex DAX hat den gestrigen Handelstag mit einem leichten Plus beendet. Ausschlaggebend für die positiven Impulse war ein neuer Zoll-Deal zwischen den USA und China, der an den internationalen Finanzmärkten für Erleichterung sorgte. Zwischenzeitlich erreichte der DAX mit knapp 23.912 Punkten ein neues Rekordhoch, gab jedoch im weiteren Verlauf des Tages einen Teil der Gewinne wieder ab. Zum Handelsschluss notierte der Index bei 23.566 Punkten, was einem Anstieg von 0,29 Prozent entspricht. Während Auto- und Technologiewerte zulegten, verzeichneten Rüstungswerte Kursverluste.

Die neue Vereinbarung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften sieht eine deutliche Senkung der gegenseitig erhobenen Zölle für eine Übergangszeit vor. Die USA reduzieren ihre Abgaben auf chinesische Importe auf 30 Prozent, während China seine Zölle auf Waren aus den Vereinigten Staaten auf 10 Prozent senkt. Diese Einigung sorgte auch an den US-Börsen für kräftige Kursgewinne. Der Dow Jones Industrial stieg kurz nach Handelsbeginn um 2,41 Prozent auf 42.245 Punkte, der Nasdaq 100 kletterte um 3,12 Prozent auf 20.687 Punkte. Der S&P 500 legte um 2,52 Prozent auf 5.802 Punkte zu.

Der Deal lässt die Rezessionsängste an den Märkten schwinden und dämpft zugleich Inflationssorgen. Dies könnte den Notenbanken Spielraum für weitere Zinssenkungen eröffnen. Allerdings bestehen Unsicherheiten, da die Vereinbarung zunächst nur für 90 Tage gelten soll. Parallel dazu geriet der Euro unter Druck und fiel auf ein Vier-Wochen-Tief. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1106 US-Dollar fest.

Am Rohstoffmarkt stiegen die Preise für Rohöl deutlich. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 3,2 Prozent auf 65,98 Dollar je Barrel. Dagegen war Gold als sicherer Hafen weniger gefragt. Der Preis für die Feinunze fiel um 1,6 Prozent auf 3.234 Dollar.

Im Unternehmensbereich meldete der Baukonzern Hochtief einen deutlichen Gewinnzuwachs. Auch Evonik profitierte von besser laufenden Geschäften und Sparmaßnahmen. Bayer plant eine Neustrukturierung seines Pflanzenschutzgeschäfts in Deutschland und will den Standort Frankfurt bis 2028 aufgeben. Bei Porsche wurden zwei Vorstandsmitglieder altersbedingt verabschiedet. ProSiebenSat.1 legte nach einer Teil-Übernahmeofferte zu. United Internet und Ionos zeigten sich nach Zahlen ebenfalls gefragt. Bei Ford in Köln ist ein Streik geplant, und die italienische UniCredit meldete einen Rekordgewinn. In Mexiko wurde eine Klage gegen Google eingereicht.

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