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DAX rutscht unter wichtige 24.000er-Marke

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DAX rutscht unter wichtige 24.000er-Marke

Der deutsche Aktienmarkt setzt seine Konsolidierung zur Wochenmitte fort und zeigt sich dabei erneut schwächer. Nach einem zunächst freundlichen Handelsauftakt kann der DAX seine frühen Gewinne nicht behaupten und rutscht im weiteren Verlauf deutlich ab. Belastet wird der Leitindex vor allem durch negative Vorgaben aus den USA. Im Sog einer schwachen Wall Street fällt der DAX unter die Marke von 24.000 Punkten und schließt mit einem Minus von knapp 0,5 Prozent bei 23.960 Punkten. Damit unterschreitet er eine psychologisch wichtige Schwelle, die zuletzt mehrfach im Fokus der Marktteilnehmer stand.

Eine vorweihnachtliche Jahresendrally bleibt weiterhin aus. Marktbeobachter sehen die Anleger kurz vor dem Jahresende vor allem damit beschäftigt, die zuvor erzielten Kursgewinne abzusichern. Größere Überraschungen sind derzeit kaum gefragt, vielmehr dominiert ein vorsichtiges Verwalten der bestehenden Positionen. Zusätzliche Zurückhaltung entsteht durch den Blick auf anstehende Konjunktur- und Notenbanktermine. Am Donnerstag rücken insbesondere die US-Inflationsdaten in den Mittelpunkt, zudem werden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank sowie der Bank of England erwartet.

Unter den Einzelwerten setzen sich Rüstungsaktien gegen den allgemeinen Trend nach oben ab. Rheinmetall legt rund zwei Prozent zu, auch Renk und Hensoldt verzeichnen Kursgewinne. Die Branche bleibt geprägt von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der in Westeuropa zu erhöhten Verteidigungsausgaben führt. Aufmerksamkeit erhält zudem der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS, der seine Pläne für einen Börsengang bestätigt und eine Bewertung von etwa 20 Milliarden Euro anstrebt.

Deutlich schwächer präsentiert sich hingegen der Automobilsektor. Trotz der jüngsten Kehrtwende der EU beim Verbrenner-Aus geraten die Aktien mehrerer Hersteller unter Druck. Analysten verweisen darauf, dass die neuen Richtlinien die Autobauer unterschiedlich treffen. Während BMW und Mercedes-Benz bereits über ein breites Angebot an Hybridfahrzeugen verfügen, sehen Experten beim Volkswagen-Konzern weiterhin erheblichen Anpassungsbedarf. Entsprechend geben VW-Aktien nach.

Gemischte Signale kommen von der Konjunkturfront. Der ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im Dezember überraschend auf 87,6 Punkte und fällt damit den zweiten Monat in Folge. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage ähnlich wie zuvor, blicken jedoch pessimistischer auf die kommenden Monate. Positive Impulse liefert dagegen die Industrie: Das Auftragspolster wächst im Oktober bereits zum dritten Mal in Folge. Der Bestand offener Bestellungen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, was auf eine stabile Entwicklung hindeutet, auch wenn der Übergang in die Produktion noch offen bleibt.

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