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DAX im Abwärtstrend: Anhaltende Sorgen und politische Risiken belasten den Markt

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DAX im Abwärtstrend: Anhaltende Sorgen und politische Risiken belasten den Markt

Das neue Jahr hat für den deutschen Aktienmarkt keinen guten Start hingelegt, und die anhaltenden Sorgen über steigende Zinsen sowie politische Unsicherheiten setzen den DAX weiter unter Druck. Die Anleger zeigten erneut verhaltene Stimmung, und der DAX schloss mit einem moderaten Verlust von 0,3 Prozent bei 16.571 Punkten. Im Laufe des gestrigen Tages fiel der deutsche Leitindex sogar auf ein neues Jahrestief von 16.476 Punkten. Seit Jahresbeginn hat der DAX bereits mehr als 1,6 Prozent an Wert verloren, was die jüngste Euphorie aus dem vierten Quartal 2023 zunichtemacht, die von Hoffnungen auf Zinssenkungen getragen wurde.

Auch der MDAX, der sich auf mittelgroße exportorientierte Unternehmen konzentriert, hat seit Jahresbeginn bereits einen deutlichen Verlust von rund 5,3 Prozent verzeichnet und schloss heute mit einem Rückgang von 1,11 Prozent bei 25.698 Punkten.

Die Investoren sind derzeit mit einer Vielzahl von Gründen für Skepsis konfrontiert. Die Erwartungen an rasche Zinssenkungen wurden zurückgenommen, und die Konjunkturdaten sind durchwachsen. Dies dämpft die Kauflaune der Anleger. Doch nicht nur die gesunkenen Zinserwartungen sind ein Problem, sondern auch die geopolitische Lage hat sich verschärft. Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten und am Golf von Aden gefährden Lieferketten und verteuern Fracht. Dies führt zu einer wachsenden Unsicherheit bei den Investoren, insbesondere in Bezug auf die Zinserwartungen.

Der ZEW-Index sorgte jedoch für eine Überraschung, als er am Vormittag bekannt gegeben wurde. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Januar bereits den sechsten Monat in Folge verbessert und erreichten den höchsten Stand seit Februar 2023. Dieser Anstieg wurde mit prognostizierten Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im ersten Halbjahr begründet.

Unter den Einzeltiteln im DAX führt der Rüstungskonzern Rheinmetall die Liste an, während im MDAX Hensoldt im Plus liegt. Defensive Aktien wie Beiersdorf, Merck und die T-Aktie schnitten gegen den Trend besser ab. Commerzbank, Sartorius und Zalando hingegen verzeichneten Verluste. Besonders die Zalando-Aktie hat bereits 20 Prozent an Wert verloren.

Auch an der Wall Street startete das neue Jahr mit Verlusten, nachdem der Markt am Vortag aufgrund eines Feiertages geschlossen war. Der Dow Jones verzeichnete einen Verlust von über 0,6 Prozent, während die Nasdaq und der S&P-500-Index rund 0,4 Prozent nachgaben. Das Hauptaugenmerk lag auf den ersten Vorwahlen der Republikaner zur Präsidentschaftskandidatur im Bundesstaat Iowa, die von Donald Trump gewonnen wurden. Gleichzeitig sorgt das Thema Zinsen weiterhin für Unsicherheit unter den Anlegern.

US-Notenbankdirektor Christopher Waller sieht die Fed im Kampf gegen die Inflation fast am Ziel, warnt jedoch vor überstürztem Handeln. Das Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent sei in Reichweite, daher sollte der geldpolitische Kurs sorgfältig abgestimmt sein. Diese Aussage dämpfte die Erwartungen an eine rasche geldpolitische Lockerung im März und betonte die Notwendigkeit einer methodischen und sorgsamen Vorgehensweise.

Die US-Berichtssaison setzt sich mit den Ergebnissen von Goldman Sachs und Morgan Stanley fort. Während Goldman Sachs die Erwartungen der Analysten übertraf und einen Gewinn von 2,01 Milliarden Dollar verzeichnete, verdiente Morgan Stanley 35 Prozent weniger als im Vorjahr. Hohe Rückstellungen für Kreditausfälle und Rechtsrisiken belasteten die Bilanz von Morgan Stanley. Die Pleite der Silicon Valley Bank vor zehn Monaten hatte indirekte Auswirkungen auf die US-Großbanken, da sie Zahlungen an den Einlagensicherungsfonds DIF leisten mussten.

Der Euro gerät unter Druck, da der Dollar von Zweifeln an raschen Zinssenkungen der Fed profitiert. Der Euro wurde am Nachmittag bei 1,0867 Dollar gehandelt, rund 0,75 Prozent niedriger als zuvor. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0882 Dollar fest.

Der Greenback erhielt schlechte Nachrichten aus dem Bundesstaat New York, da sich die Industriestimmung deutlich eintrübte. Der Empire-State-Index fiel von minus 14,5 Punkten im Vormonat auf minus 43,7 Punkte, was den niedrigsten Stand seit Mai 2020 darstellt. Die stark gesunkenen Auftragseingänge waren dafür verantwortlich und signalisieren einen merklichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in der Region.

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