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DAX fällt trotz starker Tech-Börsen in den USA

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DAX fällt trotz starker Tech-Börsen in den USA

Die Hoffnung auf eine Entspannung im transatlantischen Handelskonflikt konnte die deutschen Börsen nicht dauerhaft stützen. Der DAX drehte am gestrigen Nachmittag ins Minus und schloss mit einem Verlust von 0,42 Prozent bei 24.060 Punkten. Es war der vierte Verlusttag in Folge – dennoch hält sich der Index stabil über der Marke von 24.000 Punkten und bleibt in Reichweite seines bisherigen Rekordhochs bei 24.639 Punkten. Seit Jahresbeginn verzeichnet der deutsche Leitindex weiterhin ein Plus von knapp 22 Prozent. Der MDAX verlor ebenfalls 0,4 Prozent und beendete den Handel bei 31.086 Punkten.

Anleger wurden von uneinheitlichen Vorgaben aus den USA verunsichert. Zwar sorgte die Nachricht, dass Nvidia nach längerer Pause wieder KI-Chips nach China liefern darf, für Kursgewinne im Technologiesektor, doch eine durchwachsene Wall-Street-Stimmung belastete den Markt insgesamt. Ein Inflationsbericht aus den Vereinigten Staaten hatte verdeutlicht, dass Trumps Zollpolitik zunehmend preistreibende Effekte zeigt. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was über den Erwartungen lag. Auch die Kerninflation zog an.

Ungeachtet der Belastungen durch drohende US-Zölle auf europäische Waren bleibt die Haltung der Investoren überraschend gelassen. Beobachter führen dies auf die verbreitete Hoffnung zurück, dass es doch noch zu einer Einigung zwischen Washington und Brüssel kommen könnte. Derzeit droht die US-Regierung mit Einfuhrzöllen von 30 Prozent ab dem 1. August. Die Europäische Union bereitet ihrerseits bereits Gegenzölle vor, hält aber gleichzeitig an Verhandlungen fest.

An den US-Börsen gab es hingegen neue Rekorde im Technologiesektor. Der Nasdaq 100 erreichte zur Eröffnung mit 23.051 Punkten ein neues Allzeithoch. Nvidia profitierte stark von der Erlaubnis zur Chip-Lieferung nach China und erreichte ein Rekordhoch bei 172,40 Dollar. Auch Broadcom und AMD legten deutlich zu. Der Dow Jones dagegen verlor leicht, ebenso wie der marktbreite S&P 500, der sich kaum veränderte.

Die Berichtssaison der US-Banken brachte durchwachsene Ergebnisse. JPMorgan Chase meldete einen Rückgang des Quartalsgewinns auf knapp 15 Milliarden Dollar, bereinigt lief das Geschäft jedoch stabil. Auch Citigroup und Bank of New York Mellon legten zu. Sorgen bereitet weiterhin der Zollkonflikt, der als Risiko für weitere wirtschaftliche Entwicklungen betrachtet wird.

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