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DAX bleibt unter Druck

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX bleibt unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt hat zu Wochenende weiter unter der anhaltenden Unsicherheit über die US-Zinspolitik gelitten. Nachdem der DAX bereits in den Vortagen deutliche Einbußen verzeichnet hatte, konnte er zwar zwischenzeitlich Verluste eingrenzen, blieb jedoch klar im Minus und setzte seine Schwächephase fort. Der Leitindex schloss am Freitag zuletzt 0,69 Prozent tiefer bei 23.876 Punkten und blieb damit unter der Marke von 24.000 Zählern. Auch der MDAX gab mit einem Minus von 0,67 Prozent nach und zeigte ähnliche Belastungen.

Der Stimmungsumschwung an den Märkten hatte seinen Ursprung in den USA. Die dort zuletzt beendete Haushaltssperre sorgte zwar kurzzeitig für Erleichterung, doch fehlende Konjunkturdaten erschweren der Federal Reserve derzeit die Orientierung für weitere Zinsschritte. Warnungen aus den Reihen der Notenbank, dass ein klarer Datenkranz in absehbarer Zeit nicht vorliegen werde, dämpften die Erwartungen vieler Anleger. Immer weniger Marktteilnehmer rechnen inzwischen mit einer weiteren Zinssenkung im Dezember. Besonders die hoch bewerteten Technologieaktien gerieten dadurch stärker unter Druck, da ihre ambitionierten Bewertungen zunehmend kritisch hinterfragt werden.

Die Verunsicherung machte sich auch im DAX bemerkbar. Die Siemens-Aktie hatte zuletzt trotz Rekordergebnissen einen deutlichen Rückschlag erlitten, der den Index spürbar belastete, erholte sich nun aber moderat um 1,48 Prozent. Bei der Deutschen Telekom fiel die Schwächephase ebenfalls ins Gewicht. Die jüngste Dividendenerhöhung und höhere Kursziele konnten den Kursrückgang der vergangenen Tage kaum abfedern, doch deutet sich eine Stabilisierung an.

Positive Impulse kamen dagegen von Siemens Energy. Das Unternehmen profitierte von der weltweit steigenden Nachfrage nach Strom und den gut laufenden Geschäften mit Netztechnik und Gasturbinen. Der KI-Boom sorgte zusätzlich für Auftrieb. Nach deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn erhöhte das Management seine mittelfristigen Ziele und kündigte erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende an. Die Aktie legte rund neun Prozent zu und setzte sich an die DAX-Spitze.

Auch die Allianz zeigte sich stabil. Der Versicherungskonzern blickt nach einem deutlichen Gewinnanstieg optimistischer auf das Gesamtjahr und erwartet ein operatives Ergebnis zwischen 17 und 17,5 Milliarden Euro. Analysten bewerteten den Zwischenbericht positiv, und die Aktie verzeichnete ein Plus von gut einem Prozent.

Im MDAX sorgte Bechtle für Aufsehen. Nach einem starken dritten Quartal bestätigte der Konzernchef die Jahresprognose. Ein kräftiger Kursanstieg von knapp 15 Prozent machte das Papier zum klaren Gewinner des Index.

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