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DAX bleibt nach schwankendem Handel nahezu unverändert

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DAX bleibt nach schwankendem Handel nahezu unverändert

Der deutsche Leitindex DAX hat sich gestern nach einem wechselhaften Handelstag nahezu unverändert präsentiert. Mehrfach wechselte er im Tagesverlauf das Vorzeichen, schloss jedoch letztlich mit einem leichten Plus von 0,07 Prozent bei 24.293 Punkten. Die Handelsspanne blieb überschaubar und bewegte sich zwischen 24.179 und 24.306 Zählern. Damit setzte sich die jüngste Seitwärtsbewegung fort, die den Index zwischen der Unterstützungsmarke von 24.000 Punkten und dem Rekordhoch bei 24.639 Punkten einordnet. Der MDAX verlor dagegen deutlicher und gab 0,65 Prozent auf 30.677 Punkte nach.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand weiterhin die Geldpolitik in den USA. Anleger warteten gespannt auf die Rede von Notenbankchef Jerome Powell beim jährlichen Treffen in Jackson Hole. Dort rechnen Marktteilnehmer mehrheitlich mit Hinweisen auf Zinssenkungen von insgesamt 50 Basispunkten bis zum Jahresende. Offen bleibt, ob sich eine nachhaltige Zinswende in den USA abzeichnet, zumal Powells Amtszeit 2026 endet und über seine Nachfolge bereits spekuliert wird.

Ein Handelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union mit der Aussicht auf gesenkte Autozölle brachte nur kurzfristige Impulse. An der Börse übernahmen schnell wieder Zurückhaltung und Unsicherheit die Oberhand. Unter den Einzelwerten gehörten die Rüstungsaktien zu den Gewinnern, allen voran Rheinmetall mit einem Anstieg von 3,3 Prozent. Am DAX-Ende standen die Aktien von Deutsche Post und Beiersdorf, letzteres belastet durch eine schwache Prognose des US-Konkurrenten Coty.

In New York gaben die Kurse an den großen Indizes moderat nach, mit einem Minus von etwa 0,3 Prozent. Auch dort steht die Zinsfrage im Fokus. Neue Konjunkturdaten zeigten ein gemischtes Bild: Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen und der Philly-Fed-Index enttäuschte, übertrafen die Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen die Erwartungen und signalisierten ein mögliches Wachstum von 2,5 Prozent im dritten Quartal.

Einzelwerte wie Walmart sorgten ebenfalls für Bewegung. Der Handelskonzern enttäuschte zwar beim Quartalsgewinn, hob jedoch seine Jahresprognose an. Die Aktie verlor dennoch rund vier Prozent. Beim MDAX-Wert CTS Eventim brach die Aktie nach schwachen Quartalszahlen sogar um 17 Prozent ein.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Tagesverlauf zurück und notierte zuletzt bei 1,1604 Dollar. Während bessere US-Daten den Dollar stützten, sorgte ein schwächeres Konsumklima in der Eurozone für Belastung. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex stieg jedoch leicht und erreichte mit 51,1 Punkten den höchsten Wert seit über einem Jahr.

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