DAX behauptet Erholungskurs
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Der deutsche Aktienmarkt hat sich gestern erneut stabil präsentiert. Der DAX hielt sich klar über der Marke von 24.000 Punkten und schloss mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent bei 24.163 Zählern. Damit setzt sich die seit Ende November zu beobachtende Erholung fort, in deren Verlauf der Leitindex sein damaliges Tief um mehr als fünf Prozent hinter sich gelassen hat. Die Anleger bleiben jedoch vorsichtig, da am Mittwoch die nächste Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve ansteht und der weitere geldpolitische Kurs noch unklar ist.
Auch an der Wall Street fehlte es den großen Indizes an klaren Impulsen. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq zeigten sich uneinheitlich, während Marktteilnehmer Risiken vorerst meiden. Als nahezu sicher gilt eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte. Uneinigkeit herrscht dagegen über die Perspektiven für das kommende Jahr. Mehrere Beobachter rechnen damit, dass Fed-Chef Jerome Powell geringere Spielräume für weitere geldpolitische Lockerungen signalisieren könnte.
Unterdessen stehen die globalen Rentenmärkte zunehmend im Fokus. Die Renditen langfristiger Staatsanleihen sind zuletzt gestiegen, was den Anleiheverkauf in Europa und Japan verstärkte. Fachleute warnen, dass die hohen Schulden vieler Staaten dazu führen, dass Renten stärker mit Aktien konkurrieren. Steigende Zinsen erhöhten zudem die Belastung für Unternehmen und Konjunktur, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte zu Wochenbeginn den höchsten Stand seit September.
Bei den Einzelwerten geriet besonders Thyssenkrupp unter Druck. Nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen trennten sich zahlreiche Investoren von dem Papier, das fast sieben Prozent verlor und damit Schlusslicht im MDAX wurde. Grund für die Skepsis ist die erwartete hohe Belastung durch Rückstellungen für die kriselnde Stahlsparte. Im Geschäftsjahr 2025/26 rechnet das Unternehmen mit einem Fehlbetrag zwischen 400 und 800 Millionen Euro.
Im Industriesektor kündigten Ford und Renault eine engere Zusammenarbeit an. Beide Unternehmen wollen künftig gemeinsam neue E-Auto-Modelle für den europäischen Markt produzieren, ohne ihre Marken zusammenzuführen. Die Kooperation soll helfen, im Wettbewerb mit chinesischen Herstellern schneller und effizienter zu agieren.
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Zur AktienanalyseDer Börsenbetreiber Deutsche Börse kündigte an, im kommenden Jahr Aktien im Wert von 500 Millionen Euro zurückzukaufen. Zusätzlich strebt das Unternehmen bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Nettoerlöswachstum von acht Prozent auf 6,5 Milliarden Euro an. Auch die Dividende soll fortlaufend steigen. Die Börsenreaktion blieb jedoch verhalten, der Aktienkurs zeigte kaum Bewegung.


