ANZEIGE

DAX auf Rekordhoch: Geopolitik, Rohstoffe und ESG-Krise im Fokus

Während der DAX neue Höchststände erreicht, warnen Analysten vor technischen Überhitzungssignalen und geopolitischen Risiken für globale Märkte.

•• 3 Min
DAX auf Rekordhoch: Geopolitik, Rohstoffe und ESG-Krise im Fokus

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich in einem Zustand vorsichtigen Optimismus. Der DAX hat zuletzt ein neues Allzeithoch markiert – doch Techniker bei Investing.com schlagen Alarm: Ein RSI-Wert von 77 sowie ein sogenanntes „Shooting Star"-Kerzenmuster deuten auf extreme Überkauft-Signale hin, die eine Rückkehr zum Mittelwert einleiten könnten. Trotz dieser Warnsignale bleibt die Unternehmensperformance ein zentraler Kurstreiber.

Bayer überzeugte mit starken Zahlen für das zweite Quartal und übertraf die Konsenserwartungen in den Bereichen Agrarwissenschaften und Pharma. Continental hingegen geriet unter Druck, weil das Unternehmen trotz eines deutlichen EBIT-Beats an seiner Jahresprognose festhielt. Lufthansa-Aktien gaben nach, nachdem der Konzern ein schwächeres zweites Quartal meldete und die Jahresprognose aufgrund von Treibstoffpreisvolatilität und Kapazitätsengpässen senkte.

Im Immobiliensektor bestätigte LEG Immobilien seine Ziele für 2026 und meldete einen Anstieg der Nettokaltmieten um 3,4 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen jedoch einen Rückgang des AFFO-Kennwerts um 12,7 Prozent infolge erhöhter Investitionsausgaben. CEO Lars von Lackum verwies auf ein schwieriges Transaktionsumfeld: Die geopolitische Volatilität – konkret die Blockade der Straße von Hormus – treibe Inflation und Energiekosten in die Höhe und dämpfe die Investitionsbereitschaft für große Immobilienportfolios.

Seltene Erden und Energiesicherheit: Deutschland setzt auf eigene Ressourcen

Ein zentrales Thema der deutschen Industriestrategie ist die Sicherung kritischer Rohstoffe. Das Startup Hades hat eine Explorationslizenz für das Seltene-Erden-Projekt Storkwitz in Sachsen erhalten. Das Vorkommen wird auf 38.000 Tonnen Seltene-Erden-Oxide und 8.000 Tonnen Niobpentoxid geschätzt. Hades, das 20 Millionen Euro Risikokapital eingeworben hat, plant den Einsatz der hauseigenen „Cerberus"-Laserbohrertechnologie, um die Kosten um mehr als 50 Prozent zu senken – und damit die Abhängigkeit von chinesischen Importen im Einklang mit dem EU-Gesetz über kritische Rohstoffe zu reduzieren.

Auch international rückt die Rohstoffsicherung in den Vordergrund. GreenX Metals hat sein Portfolio in Grönland ausgebaut und neue Lizenzen für Gold- und Wolframexploration gesichert. Valterra Platinum setzt unterdessen auf Künstliche Intelligenz, um neue Metalllegierungen zu entwickeln und den Bergbaubetrieb in der Mogalakwena-Mine zu optimieren. Das Unternehmen erwartet, dass die Nutzung von Platingruppenmetallen (PGM) im KI-Bereich in den nächsten acht Jahren um das Vier- bis Fünffache steigen wird. Zudem verfolgt Valterra ein Dekarbonisierungsziel von 30 Prozent bis 2030.

In Japan treibt die Energiesicherheit ebenfalls strategische Investitionen voran. Starlight Engine hat sein Budget für einen Fusionsprototyp auf 5 Milliarden US-Dollar erhöht und peilt einen Betrieb bis 2035 an. Hintergrund ist Japans 90-prozentige Abhängigkeit von Öl aus dem Nahen Osten – eine Verwundbarkeit, die durch aktuelle geopolitische Spannungen besonders deutlich wird.

Geopolitik belastet Energiemärkte und Investorenstimmung

Die diplomatischen Spannungen rund um die US-Iran-Verhandlungen beeinflussen weiterhin die globalen Energiepreise. Berichte über mögliche diplomatische Fortschritte ließen die Ölpreise am Montag deutlich fallen – doch die Märkte reagieren sensibel auf widersprüchliche Signale. Die US-Ölkonzerne Exxon und Chevron meldeten Rekordgewinne für das abgelaufene Quartal und gerieten damit in die Kritik von Donald Trump, der forderte, die Unternehmen sollten einen Teil dieser Gewinne an die Öffentlichkeit zurückgeben. Analysten sehen eine 35-prozentige Wahrscheinlichkeit für ein US-Ölexportverbot, sollten die Kraftstoffpreise weiter steigen.

Im Technologiesektor meldete Palantir einen Umsatzanstieg von 93 Prozent im Jahresvergleich, getragen von hoher Nachfrage nach KI-gestützter Verteidigungs- und Geheimdienstsoftware. In Europa stößt das Unternehmen jedoch auf Skepsis wegen seiner Abhängigkeit von US-Technologieplattformen. Nvidia prüft derweil den Einsatz von Speicheroptionen mit geringerer Kapazität für seinen Rubin-Ultra-KI-Chip, um branchenweiten Lieferengpässen entgegenzuwirken.

ESG-Fonds in der Krise: Schließungen überwiegen Neuauflagen

Der Markt für nachhaltige Fonds erlebt eine deutliche Kontraktion. Laut Morningstar-Daten übersteigen die Fondsschließungen in Europa die Neuauflagen im Verhältnis von fast fünf zu eins. Als Ursachen gelten regulatorischer Druck, schwache Performance und ein politischer Gegenwind gegen ESG-orientiertes Investieren. Asset Manager verlagern ihre Kommunikation zunehmend weg vom Narrativ des „die Welt retten" hin zu Themen wie Resilienz, Energiesicherheit und Risikomanagement.

Im breiteren Finanzumfeld stabilisieren sich die Anleiherenditen der Eurozone nahe Mehrjahreshochs, während Marktteilnehmer anhaltende Inflation gegen Erwartungen weiterer EZB-Zinserhöhungen abwägen. Bemerkenswert ist zudem eine seltene koordinierte Devisenmarktintervention: Die USA und Japan kauften gemeinsam Yen, um die Währung zu stabilisieren – ein Zeichen für den globalen Willen, die Volatilität angesichts sich verschiebender Geldpolitiken einzudämmen.

Dax RekordhochSeltene Erden DeutschlandEsg Fonds KriseGeopolitik EnergiemärkteBayer QuartalsergebnisseLufthansa PrognoseLeg Immobilien 2026

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.