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Critical Metals: Seltenerd-Raffinerie in Rumänien mit 55% IRR

Studie zeigt IRR von 55% und Amortisation in zwei Jahren für geplante Anlage.

• 3 Min
Critical Metals: Seltenerd-Raffinerie in Rumänien mit 55% IRR

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen Critical Metals Corporation hat eine vielversprechende Wirtschaftlichkeitsstudie für sein geplantes Seltenerd-Raffinerie-Joint-Venture in Rumänien vorgelegt. Die Studie zeigt, dass die Anlage mit Investitionsausgaben von 1,85 Milliarden US-Dollar errichtet werden könnte und jährliche Einnahmen von rund 2,2 Milliarden US-Dollar generieren soll.

Die geplante Raffinerie ist als 50:50-Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen rumänischen Unternehmen Fabrica de Prelucrare a Concentratelor de Uraniu konzipiert. Sie soll bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr (t/y) Eudialyt-Konzentrat als Einsatzstoff verarbeiten. Basierend auf aktuellen Modellrechnungen würde die Anlage etwa 27.943 t/y Seltenerd- und kritische Metallprodukte in Form von Chloridsalzen sowie anderen hochreinen Produkten herstellen.

Beeindruckende Kennzahlen und Nebenprodukte

Die Raffinerie weist laut Critical Metals einen Nettobarwert von 4,5 Milliarden US-Dollar, eine interne Renditequote (IRR) von 55 Prozent und eine prognostizierte Amortisationsdauer von lediglich zwei Jahren auf. Diese Kennzahlen unterstreichen das wirtschaftliche Potenzial des Vorhabens.

Ein wesentlicher Treiber der Wirtschaftlichkeit ist die geplante Rückgewinnung von Nebenprodukten. Zu den erwarteten Nebenprodukten gehören 25.670 t/y hochreines Siliciumdioxid-Pulver, auch bekannt als Kieselsäure. Allein die Einnahmen aus der Produktion dieses Siliziumdioxid-Nebenprodukts können ein Volumen von 600 Millionen US-Dollar pro Jahr erreichen. Critical Metals gibt an, dass das Silikat-Rückgewinnungssystem durch Einnahmen und vermiedene Säurekosten einen Mehrwert generieren wird, was einen herkömmlichen Abfallstrom potenziell in einen bedeutenden Umsatzbringer verwandeln könnte.

Innovatives Verarbeitungsverfahren

Das Unternehmen erklärt, dass die vorgeschlagene Raffinerie ein mehrstufiges Laugungsverfahren mit gemischten Säuren bei erhöhten Temperaturen einsetzen wird. Darauf folgen kaskadierende Rückgewinnungsschritte, die darauf ausgelegt sind, hochreine Seltenerd-Salze, Metalle und kritische Metallsalze für fortschrittliche industrielle, luft- und raumfahrttechnologische sowie verteidigungstechnische Anwendungen zu produzieren.

Ein Kernmerkmal des vorgeschlagenen Prozesses ist die Rückgewinnung von Materialien, die traditionell in den Halden landen würden, darunter Siliziumdioxid und potenziell Aluminiumoxid, Eisen und Kupfer. Die aktuellen Prozessmodellierungen zielen auf einen Haldenstrom von etwa einem Prozent der Einsatzstoffmenge ab, was das Ziel des Unternehmens unterstützt, einen abfallarmen Verarbeitungsprozess zu entwickeln.

Hafnium-Produktion und strategische Bedeutung

Die Raffinerie kann zudem während der ersten fünf Jahre jährlich zwischen 50 und 70 Tonnen hochreines Hafnium sowie 20 bis 30 Tonnen Hafniumchlorid produzieren. Hafnium wird unter anderem in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Nukleartechnik eingesetzt.

Critical Metals prüft verschiedene Schiffs- und Bahnstrecken für den Transport des Konzentrats vom Seltenerd-Projekt Tanbreez in Grönland zum geplanten Standort der Raffinerie in Rumänien. Falls sie wie derzeit geplant realisiert wird, hat die Raffinerie das Potenzial, zu einem bedeutenden westlichen Lieferanten von Seltenerdmetallen und kritischen Metallen zu werden.

Management-Kommentar

Tony Sage, Executive Chairperson und CEO von Critical Metals, betont die strategische Bedeutung des Projekts: „Dies stellt eine erhebliche Weiterentwicklung im Wertversprechen des Projekts Tanbreez dar und unterstreicht unser Engagement für eine echte Mine-to-Metals-Strategie. Durch die Kombination der außergewöhnlichen Eudialyt-Ressourcen von Tanbreez mit fortschrittlicher Verarbeitung in Rumänien haben wir das Potenzial, aus jeder Tonne Material erheblich mehr Wert zu schöpfen und gleichzeitig die hochreinen Seltenerdmetalle und kritischen Metalle zu produzieren, die die westlichen Märkte zunehmend benötigen."

Wichtig sei zudem, so Sage weiter, dass der vorgeschlagene Prozess des Unternehmens darauf ausgelegt sei, wertvolle Nebenprodukte wie hochreines Siliziumdioxid zurückzugewinnen, anstatt sie als Abfall zu behandeln, was das wirtschaftliche und ökologische Profil des Betriebs potenziell verbessern könne.

„Wir glauben, dass dieser integrierte Ansatz das Potenzial hat, Critical Metals als wichtigen nicht-chinesischen Lieferanten von kritischen Materialien für die europäischen und US-amerikanischen Märkte zu positionieren, wobei Tanbreez die ressourcenbasierte Grundlage liefert und die vorgeschlagene rumänische Raffinerie den nachgelagerten Mehrwert schafft", so Sage abschließend.

Kontext für deutsche Anleger

Für deutsche und europäische Anleger ist das Projekt von besonderem Interesse, da die Europäische Union ihre Abhängigkeit von chinesischen Seltenerd-Importen reduzieren möchte. Seltenerdmetalle sind essenziell für zahlreiche Zukunftstechnologien wie Elektromotoren, Windkraftanlagen und Verteidigungssysteme. Sollte die Raffinerie wie geplant realisiert werden, könnte Rumänien zu einem strategischen Knotenpunkt für die europäische Versorgung mit kritischen Rohstoffen werden.

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