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CoreWeave-Aktie steigt nach Nvidia-Technologie und Expansionsplänen

KI-Cloud-Anbieter implementiert als erster Nvidia Rubin-Cluster und sichert sich 15-Jahres-Mietvertrag.

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CoreWeave-Aktie steigt nach Nvidia-Technologie und Expansionsplänen

Die Aktien von CoreWeave (NASDAQ: CRWV) haben im vorbörslichen Handel um rund drei Prozent zugelegt. Auslöser ist die erfolgreiche Implementierung von Nvidia Vera Rubin NVL72-Clustern in der Cloud-Plattform des Unternehmens. CoreWeave ist damit der erste KI-Cloud-Anbieter, der diese hochmoderne Architektur im Multi-Rack-Maßstab validiert und in Betrieb genommen hat.

Der Kursanstieg bewegt sich zwischen 3,0 und 3,2 Prozent. Damit reagieren Anleger positiv auf die technologischen Neuigkeiten, auch wenn die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 153,20 US-Dollar notiert.

Technologische Fortschritte und Cloud-Infrastruktur

Die neuen Cluster verbinden hunderte Nvidia Rubin-GPUs zu einer einheitlichen, skalierbaren Einheit. Diese ist speziell für komplexe KI-Trainings- und Inferenz-Workloads konzipiert. Ein einzelnes NVL72-Rack kombiniert 72 Rubin-GPUs mit 36 Vera-CPUs, ergänzt durch Nvidia NVLink 6, ConnectX-9 SuperNICs und BlueField-4 DPUs.

Durch den Einsatz von Nvidia Spectrum-X Ethernet-Networking lassen sich mehrere Racks zu einem massiven Cluster zusammenschließen. Parallel dazu erweiterte CoreWeave sein KI-Objektspeichersystem. Die neue Lösung ermöglicht Lesezugriffe mit lokaler NVMe-Geschwindigkeit und reduziert die Latenz im Vergleich zu herkömmlichen Clustern um das Achtfache.

Zudem wurden Funktionen wie regionsübergreifende Schreibbeschleunigung und ein kosteneffizienter „Archive“-Speichertarif eingeführt. Diese Neuerungen unterstreichen den technologischen Vorsprung, den CoreWeave im Wettbewerb der KI-Cloud-Anbieter anstrebt.

Langfristige Verträge und Unternehmenskennzahlen

Neben der technologischen Expansion sicherte sich CoreWeave eine bedeutende langfristige Vereinbarung. Mit North East Data, einer Tochtergesellschaft von Blockfusion USA, wurde ein Anker-Mietvertrag über 15 Jahre für Kapazitäten am Standort Niagara Falls geschlossen. Der Vertrag umfasst zudem zwei Verlängerungsoptionen sowie eine Erweiterungsvereinbarung.

Dies stärkt den Auftragsbestand des Unternehmens, der bereits zum zweiten Quartal bei rund 104 Milliarden US-Dollar lag. Ein solcher Auftragspolster verschafft CoreWeave langfristige Planungssicherheit und unterstreicht die Nachfrage nach KI-Rechenzentrumskapazitäten.

In Bezug auf interne Transaktionen wurde bekannt, dass CFO Nitin Agrawal am 14. September rund 66.576 Aktien veräußerte. Der Verkauf diente der Deckung steuerlicher Verpflichtungen aus der Ausübung von Restricted Stock Units. Es handelt sich um einen routinemäßigen Vorgang ohne strategische Signalwirkung.

Marktumfeld und Analysteneinschätzungen

Der Kursanstieg erfolgt in einem konstruktiven Marktumfeld, in dem S&P 500 und Nasdaq vorbörslich zulegen konnten. Dennoch bleibt die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Analysten von Bernstein äußerten sich am 14. September skeptisch und behielten ihr „Sell“-Rating bei.

Sie warnten, dass Forderungen prominenter Branchenvertreter wie Sam Altman (OpenAI), Elon Musk und dem CEO von Anthropic, das Training von KI-Modellen zu verlangsamen, insbesondere Datenzentren-Entwickler und Cloud-Anbieter wie CoreWeave belasten könnten. Diese Aussagen könnten die Stimmung im KI-Sektor kurzfristig trüben.

Während die jüngsten operativen Erfolge das Vertrauen in die Hardware-Führerschaft des Unternehmens stärken, bleibt die weitere Kursentwicklung laut Marktbeobachtern ein Zusammenspiel aus operativer Dynamik und der allgemeinen Stimmung im KI-Sektor. Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich der hohen Investitionsausgaben (CapEx), die für den Betrieb und Ausbau der Infrastruktur notwendig sind.

Für deutsche Anleger ist CoreWeave ein interessanter Wert, da das Unternehmen als Spezialist für KI-Cloud-Infrastruktur direkt von der wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung für Large Language Models und andere KI-Anwendungen profitiert. Die Aktie bleibt jedoch volatil und unterliegt sowohl technologischen als auch regulatorischen Risiken.

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