ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

ConocoPhillips steigt in BP-Projekt für Kirkuk-Ölfeld ein

Der US-Konzern erwirbt 42 Prozent an einem Gemeinschaftsunternehmen zur Revitalisierung des irakischen Superriesen-Ölfelds Kirkuk.

ConocoPhillips steigt in BP-Projekt für Kirkuk-Ölfeld ein

ConocoPhillips beteiligt sich am Projekt von BP zur Wiedererschließung des Superriesen-Ölfelds Kirkuk im Nordirak. Der US-Ölkonzern erwirbt von BP eine Beteiligung von 42 Prozent an einem eigens gegründeten Unternehmen, das mehrere große Ölfelder in der Region Kirkuk revitalisieren soll. Die finanziellen Konditionen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Die Ankündigung fällt zeitlich mit dem Besuch des irakischen Premierministers Ali al-Zaidi in den USA zusammen und reiht sich in eine Reihe von Plänen zur Entwicklung des irakischen Ölsektors ein – 23 Jahre nach der von den USA angeführten Invasion des Landes. Ryan Lance, Vorstandsvorsitzender von ConocoPhillips, bezeichnete den Deal als eine „einzigartige Gelegenheit zur Neuentwicklung".

BP-CEO Meg O'Neill, die seit ihrem Amtsantritt im April auf disziplinierte Investitionen in Öl und Gas setzt, nannte Kirkuk eine „Ressourcenbasis von Weltklasse" und begrüßte die Partnerschaft. „Wir gehen bei unseren Investitionen sehr gezielt vor", sagte O'Neill.

Historische Verbindungen und enormes Potenzial

Die Verbindung von BP zu den Kirkuk-Feldern reicht fast 100 Jahre zurück: Das Unternehmen war Teil einer Gruppe, die Öl in dem Superriesen-Feld entdeckte. BP kehrte 2013 zu den Feldern zurück, doch der Aufstieg der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im folgenden Jahr bremste den Fortschritt erheblich. BP schätzte im vergangenen Jahr, dass die Felder in der Region Kirkuk ein „kombiniertes Ressourcenpotenzial von bis zu 20 Milliarden Barrel Öläquivalent" aufweisen.

Derzeit fördern Kirkuk und seine Satellitenfelder rund 300.000 Barrel pro Tag – weit unter ihrer Spitzenproduktion von über 1,5 Millionen Barrel pro Tag in den 1970er Jahren, bevor sie unter dem Regime von Saddam Hussein misswirtschaftet wurden. Der Erschließungsvertrag umfasst zunächst 3 Milliarden Barrel Öläquivalent mit zusätzlichem Explorationspotenzial. Die Felder werden derzeit von der staatlichen irakischen North Oil Company betrieben.

Die politische Geschichte der Region ist turbulent: Die halbautonome Regionalregierung Kurdistan übernahm 2014 kurzzeitig die Kontrolle über Kirkuk und die umliegenden Felder, wurde jedoch 2017 von irakischen Bundesstreitkräften wieder verdrängt.

US-Ölkonzerne kehren in den Irak zurück

US-Ölkonzerne hatten sich im letzten Jahrzehnt weitgehend aus dem irakischen Ölsektor zurückgezogen und dies mit schlechten Vertragsbedingungen Bagdads begründet. Dies öffnete chinesischen Unternehmen die Tür, die seither zu den wichtigsten ausländischen Investoren im Ölsektor des OPEC-Mitglieds wurden. Nun bemüht sich der Irak verstärkt darum, wieder mehr US-Firmen ins Land zu holen.

Tom Barrack, US-Sonderbeauftragter für Syrien und den Irak und ein langjähriger Vertrauter von Präsident Donald Trump, hat laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen dabei geholfen, Vereinbarungen zwischen US-Ölgesellschaften und Bagdad zu koordinieren. Die Trump-Administration versucht damit, die Beziehungen zu Bagdad gezielt zu vertiefen.

Auch Chevron ist in diesem Zusammenhang aktiv: Der Konzern erörtert Pipeline-Projekte, die südirakische Ölfelder mit dem Norden verbinden könnten. Geplant ist unter anderem eine Pipeline von Kirkuk durch Syrien zum Mittelmeerhafen Baniyas – eine alternative Exportroute zur strategisch sensiblen Straße von Hormus. Darüber hinaus wird erwartet, dass Chevron die Übernahme der Ölfelder West Qurna-2 und Nasiriyah zustimmt, nachdem die russische Lukoil infolge von US-Sanktionen im Jahr 2025 nicht mehr in der Lage war, diese zu betreiben.

ConocophillipsBPKirkuk ÖlfeldIrak ÖlÖlproduktionUs-Ölkonzerne IrakSuperriesen-Ölfeld

Disclaimer