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Coinbase streicht 14% der Stellen wegen KI-Umstrukturierung

Die Kryptobörse baut rund 700 Stellen ab, um Kosten zu senken und sich für das KI-Zeitalter neu aufzustellen.

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Coinbase streicht 14% der Stellen wegen KI-Umstrukturierung

Coinbase hat am Dienstag angekündigt, rund 700 Stellen zu streichen – das entspricht etwa 14% der weltweiten Belegschaft. Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans, der darauf abzielt, Kosten zu senken und das Unternehmen für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz neu zu positionieren. Die Aktien von Coinbase reagierten positiv und stiegen im vorbörslichen Handel um rund 3,3%.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender Handelsaktivität an den Börsen für digitale Vermögenswerte. Nach einem breiteren Rückzug an den Kryptomärkten seit ihrem Höchststand im Oktober spiegelt der Stellenabbau eine vorsichtigere Anlegerstimmung wider. Jefferies-Analyst Daniel T. Fannon kommentierte: „Die Aktivität an den Börsen für digitale Vermögenswerte hat sich im April verlangsamt", und fügte hinzu, dass der schwache Start das zweite Quartal auf ein schwächeres Fundament gestellt habe.

Kosten und Zeitplan der Restrukturierung

Das Unternehmen erwartet, die Maßnahmen weitgehend im zweiten Quartal 2026 abzuschließen. Die damit verbundenen Kosten werden auf rund 50 bis 60 Millionen US-Dollar geschätzt und beziehen sich primär auf Abfindungen sowie andere Sozialleistungen für betroffene Mitarbeiter. Zusätzliche Kosten durch unvorhergesehene Faktoren im Zusammenhang mit der Restrukturierung sind laut Unternehmensangaben möglich. Der Großteil der Belastungen soll im zweiten Quartal verbucht werden.

Betroffene US-Mitarbeiter erhalten ein Abfindungspaket, das mindestens 16 Wochen Grundgehalt sowie zwei zusätzliche Wochen pro Dienstjahr umfasst. Hinzu kommen die nächste Zuteilung von Aktienanteilen sowie sechs Monate Krankenversicherungsschutz. Mitarbeiter mit Arbeitsvisa erhalten zusätzliche Unterstützung, während Beschäftigten außerhalb der USA eine vergleichbare Unterstützung im Einklang mit den jeweiligen lokalen Vorschriften angeboten wird.

KI als treibende Kraft hinter dem Stellenabbau

CEO Brian Armstrong verwies ausdrücklich auf die rasanten Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz als Mitgrund für die Umstrukturierung. Er erklärte, dass neue KI-Werkzeuge es auch nicht-technischen Teams ermöglichten, Code zu veröffentlichen und Aufgaben zu automatisieren, die zuvor eine größere Anzahl an Mitarbeitern erforderten. In einem Blogbeitrag betonte Armstrong, Coinbase bleibe gut kapitalisiert und für langfristiges Wachstum positioniert – doch die aktuellen Marktbedingungen erforderten eine Straffung der Betriebsabläufe, um vor dem nächsten Krypto-Zyklus schlanker aufgestellt zu sein.

Der Stellenabbau bei Coinbase reiht sich in einen breiteren Trend ein: Zu Beginn des Jahres kam es bei US-Unternehmen flächendeckend zu Entlassungen, da Firmen Ausgaben kürzen, Abläufe vereinfachen und sich an den zunehmenden Einsatz von KI-Tools anpassen. Coinbase selbst hat bereits in früheren Abschwungphasen des Kryptomarktes Stellenstreichungen vorgenommen, was die hohe Sensibilität des Sektors gegenüber der Handelsaktivität und der Anlegerstimmung unterstreicht. Für deutsche Anleger, die in Coinbase-Aktien investiert sind oder den Kryptomarkt beobachten, verdeutlicht dieser Schritt einmal mehr, wie stark das Geschäftsmodell der Börse von der Marktdynamik digitaler Vermögenswerte abhängt.

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