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Cobre plant gestuften Ausbau des Kupferbergwerks Sierra Atacama

Cobre plant den modularen Ausbau seines Kupferprojekts Sierra Atacama in Chile von 18.000 auf 50.000 Tonnen jährlich.

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Cobre plant gestuften Ausbau des Kupferbergwerks Sierra Atacama

Der an der ASX notierte Kupferentwickler Cobre hat für sein zu 62 Prozent gehörendes Projekt Sierra Atacama in Chile einen vollständig finanzierten, gestaffelten und modularen Expansionspfad definiert. Das Unternehmen setzt dabei auf die bereits vorhandene Infrastruktur und will die Produktionskapazität schrittweise ausbauen. Zunächst strebt Cobre eine Steigerung der Kapazität für Kupferkathoden auf 18.000 Tonnen pro Jahr an, mittelfristig sollen es 25.000 Tonnen und langfristig 50.000 Tonnen jährlich werden.

Die erste Phase des Projekts umfasst die Wiederherstellung der bestehenden Kapazität auf 18.000 Tonnen pro Jahr. Eine detaillierte ingenieurtechnische Überprüfung der vorhandenen Anlage hat ergeben, dass das Potenzial besteht, den bestehenden Solvent-Extraction-Prozess (SX) zu sanieren und aufzuwerten sowie die derzeit ungenutzte zweite Elektrolyse-Zelle (EW) wieder in Betrieb zu nehmen. Cobre hat für die Sanierungs- und Wiederinbetriebnahmearbeiten im Rahmen der Phase 1 bereits ein Ausschreibungsverfahren eingeleitet. Die Vergabeentscheidungen sollen bis zum Ende des Quartals bestätigt werden.

Konzeptionelle Planung für die zweite Ausbaustufe

Für die Erweiterung auf 25.000 Tonnen pro Jahr laufen nach Unternehmensangaben bereits konzeptionelle Ingenieurleistungen. Diese betreffen die Sanierung und Wiederinbetriebnahme der derzeit ungenutzten zweiten Solvent-Extraction-Leitung sowie die Entwicklung einer zusätzlichen Elektrolyse-Zelle. Flankierend treibt Cobre Ingenieur- und Umweltstudien voran, die als „Declaración de Impacto Ambiental" (Umweltauswirkungsdeklaration) eingereicht werden sollen, um den vorgeschlagenen erweiterten Betrieb zu unterstützen.

Zu den geplanten Maßnahmen des erweiterten Betriebs zählen die Anbindung an das Stromnetz, eine erhöhte Wasserversorgung, ausgedehnte Laugungs- und Run-of-Mine-Pads, eine gesteigerte Brecherkapazität sowie zusätzliche Tagebauflächen. Damit untermauert Cobre den modularen Ansatz, mit dem bestehende Anlagenkomponenten reaktiviert und schrittweise ergänzt werden sollen.

Eine größere Entwicklungsvariante mit einem Ziel von bis zu 50.000 Tonnen Kupferkathodenproduktion pro Jahr will Cobre erst bewerten, nachdem ein Bohrprogramm mit 40.000 Metern, ein aktualisiertes Modell der Mineralressourcen sowie ein erweiterter Tagebauplan abgeschlossen sind. Diese langfristige Option hängt also maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden Exploration und Planung ab.

CEO verweist auf bestehende Infrastruktur

„Sierra Atacama bietet Cobre eine überzeugende Chance, die Kupferproduktionskapazität auf kapital effiziente Weise zu beschleunigen, indem die erhebliche vorhandene Verarbeitungs- und Bergbauinfrastruktur genutzt wird", so Adam Wooldridge, CEO von Cobre. Weiter erklärte er: „Dieser gestaffelte und modulare Ansatz ermöglicht es uns, kurzfristiges Produktionswachstum mit relativ bescheidenem Infrastrukturbedarf an Kapitalmitteln zu verfolgen, während wir gleichzeitig die deutlich größere Entwicklungsmöglichkeit von Sierra Atacama schrittweise technisch planen, genehmigen lassen und entrisiken."

Für deutsche Anleger ist der Fall interessant, weil Cobre auf ein Vorgehen setzt, das die Kapitalintensität niedriger hält als ein kompletter Neubau. Statt neue Anlagen von Grund auf zu errichten, sollen vorhandene, aber ungenutzte Kapazitäten wie die zweite Elektrolyse-Zelle und die zweite Solvent-Extraction-Leitung reaktiviert werden. Dieses Vorgehen birgt zwar technische und genehmigungsrechtliche Risiken, verspricht aber eine schnellere Umsetzung als ein vollständiger Neuaufbau.

Cobre ist an der australischen Börse ASX gelistet und hält 62 Prozent am Projekt Sierra Atacama. Der Kupferkathodenmarkt gilt als wichtiger Baustein der Energiewende, da Kupfer unter anderem für Elektromobilität, Stromnetze und erneuerbare Energien benötigt wird. Der modulare Ausbauplan dürfte daher für Investoren relevant sein, die auf eine schrittweise Produktionssteigerung setzen.

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