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Clariant investiert in Beauty-Branche

Strategische Erweiterung in der Kosmetikzuliefererkette

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Clariant investiert in Beauty-Branche

In einem strategischen Schachzug zur Stärkung seines Kerngeschäfts hat der Schweizer Chemiegigant Clariant den kanadischen Kosmetik-Zulieferer Lucas Meyer Cosmetics für stattliche 810 Millionen Dollar erworben. Lucas Meyer Cosmetics, bekannt für seine Produktion von Grundstoffen für die Kosmetikindustrie, gilt als wertvolle Ergänzung zu Clariants Portfolio. Diese Transaktion markiert für Clariant den größten Deal seit einem Jahrzehnt, als das Unternehmen 2011 die deutsche Südchemie kaufte.

Konrad Keijzer, CEO von Clariant, äußerte sich zuversichtlich über die Akquisition und betonte, dass "Spezialzutaten" im Bereich der Spezialchemie hinsichtlich Wachstum und Margen von besonderem Interesse seien. Er sieht in der Übernahme eine konkrete Möglichkeit, das Hauptgeschäftsfeld von Clariant, das sogenannte "Care Chemicals", zu stärken. Dieses Geschäftsfeld konzentriert sich auf die Produktion von Grundstoffen für die Konsumgüter- und Pharmaindustrie.

Der neueste Erwerb spiegelt Keijzers Ambitionen wider, das Wachstum von Clariant durch strategische Zukäufe anzukurbeln. Früher in seiner Amtszeit hatte er bereits bedeutende Veränderungen im Produktportfolio des Unternehmens vorgenommen und dabei mehrere Geschäftsbereiche verkauft. Lucas Meyer Cosmetics stellt für Clariant eine lang gesuchte Übernahmemöglichkeit dar, da solche spezialisierten Unternehmen nur selten auf den Markt kommen.

Der aktuelle Geschäftsabschluss zeugt von Clariants Fähigkeit, die Schwäche seiner Mitbewerber zu nutzen. Der US-Konkurrent International Flavors & Fragrances (IIF), der zuvor Grundstoffe für die Kosmetikbranche produzierte, benötigte Liquidität zur Schuldentilgung. Obwohl auch andere Unternehmen wie der Dax-Konzern Symrise und der Schweizer Duft- und Geschmacksstoffproduzent Givaudan Interesse an Lucas Meyer zeigten, konnte Clariant den Deal zu einem Preis abschließen, der rund 200 Millionen Dollar unter den Erwartungen von IIF lag.

Die jüngste Akquisition ist jedoch nur ein Baustein in Clariants Reaktion auf die branchenweite Krise. Der starke Schweizer Franken und eine schwache Konjunktur haben die Bilanz des Unternehmens belastet. Dennoch bleibt Keijzer optimistisch und glaubt, dass die schlimmsten Zeiten hinter dem Unternehmen liegen. Er betonte das wachsende Volumen der Verkäufe und den Lichtblick, den das Geschäft mit Katalysatoren bietet, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden.

Schweiz Übernahme

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