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Meta passt sich EU-Regeln an

Neues Abo-Modell lässt Nutzer "Behavioral Ads" umgehen

Meta passt sich EU-Regeln an

In einer überraschenden Wendung hat Meta, das Mutterunternehmen von Facebook und Instagram, kürzlich angekündigt, werbefreie Zugänge zu seinen beliebten Social-Media-Plattformen anzubieten. Dieser Schritt ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich das Unternehmen dem zunehmenden Druck der EU-Aufsichtsbehörden beugt.

Das "Subscription for No Ads" (SNA)-Programm, das ab November für europäische Kunden zur Verfügung steht, ermöglicht es den Nutzern, ihre Social-Media-Profile ohne Unterbrechungen durch Anzeigen zu genießen. Für die Nutzung dieses Dienstes über Desktop-Plattformen wird eine Gebühr von 9,99 Euro pro Monat erhoben, während Smartphone-Nutzer tiefer in die Tasche greifen müssen und 12,99 Euro zahlen. Diese Preisunterschiede sind auf die Gebühren zurückzuführen, die sowohl von Apples iOS-Store als auch von Googles Android-Store erhoben werden.

Es ist bemerkenswert, dass dieses neue Abonnement nur für den europäischen Markt gilt. Durch das Angebot reagiert Meta auf die Forderungen verschiedener europäischer Aufsichtsbehörden. In einem Blogeintrag äußerte sich das Unternehmen zur Entscheidung und betonte, dass es den Geist und die Absicht aller aufkommenden europäischen Vorschriften respektiere und sich verpflichtet fühle, diesen nachzukommen.

Die Einführung eines kostenpflichtigen, werbefreien Modells markiert eine bedeutende strategische Änderung für Meta. Gründungschef Mark Zuckerberg hat sich in der Vergangenheit wiederholt für ein werbefinanziertes Modell ausgesprochen, das den Nutzern kostenfreien Zugang ermöglicht. Seine früheren Aussagen stehen im starken Kontrast zu dieser neuen Richtungsänderung.

Der Kern der Debatte dreht sich um die so genannten "Behavioral Ads" - personalisierte Werbeanzeigen, die auf den Online-Aktivitäten der Nutzer basieren. Diese Art von Werbung hat sich als sehr effektiv erwiesen, da sie relevanter ist als konventionelle Werbung. Mit den neuen Regelungen der EU müssen Nutzer explizit ihre Zustimmung zu solchen Anzeigen geben. Die EU betont, dass auch diejenigen, die sich gegen diese Anzeigen entscheiden, weiterhin Zugang zu den Plattformen haben sollten. In Anerkennung dieser Vorschrift bietet Meta nun das SNA-Modell an.

Europa ist nach Nordamerika der zweitgrößte Markt für Meta. Im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete das Unternehmen monatlich beeindruckende 258 Millionen Facebook-Nutzer und 257 Millionen Instagram-Nutzer in Europa. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen wartet das Unternehmen nun gespannt auf die Entscheidung der EU, insbesondere der irischen Datenschutzbehörde, ob der vorgeschlagene Preis für das SNA-Programm angemessen ist.

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