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Citadel-Chef Griffin trifft New Yorks Gouverneurin wegen Steuerdebatte

Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin reist nach New York, um mit Gouverneurin Hochul über die wirtschaftliche Zukunft des Bundesstaates zu sprechen.

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Citadel-Chef Griffin trifft New Yorks Gouverneurin wegen Steuerdebatte

Ken Griffin, Gründer und CEO des Hedgefonds Citadel, hat angekündigt, sich am Donnerstag mit der Gouverneurin des US-Bundesstaates New York, Kathy Hochul, zu treffen. Das Gespräch soll sich um die „zukünftige Ausrichtung" des Staates drehen. Griffin machte diese Ankündigung am Dienstag während einer Konferenz der Norges Bank Investment Management in Oslo.

Der Hintergrund des Treffens ist eine aufgeheizte politische Debatte rund um eine geplante Steuer auf Zweitwohnungen in New York. Anfang April schlug Gouverneurin Hochul eine neue Abgabe auf sogenannte Pied-à-terre-Immobilien im Wert von über fünf Millionen US-Dollar vor. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützt die Initiative, die helfen soll, die Haushaltslücke der Stadt zu schließen.

Persönlicher Angriff auf Griffin sorgt für Empörung

Besonders brisant: Bürgermeister Mamdani, ein demokratischer Sozialist, drehte vergangene Woche ein Video vor Griffins Penthouse in New York. Das Video trug den Titel „Happy Tax Day, New York. We're taxing the rich" – zu Deutsch: „Alles Gute zum Steuertag, New York. Wir besteuern die Reichen." Citadel hat offiziell Einspruch gegen Mamdanis Versuch erhoben, Griffins Namen in seinem Vorstoß zur Besteuerung von Personen von außerhalb des Bundesstaates zu verwenden, die Wohnsitze in New York City besitzen.

Griffin reagierte in Oslo mit scharfer Kritik auf das Vorgehen des Bürgermeisters: „Ich denke, die Bereitschaft eines Bürgermeisters von New York, diese politische Debatte zu einem persönlichen Angriff zu machen, zeugt von einem tiefgreifenden Mangel an Urteilsvermögen", sagte er. Der Chef des 67 Milliarden US-Dollar schweren Hedgefonds stellte zudem grundsätzliche Fragen zur wirtschaftspolitischen Ausrichtung: „Wird New York seinen Haushalt in Ordnung bringen und sich aus einer Position einer starken, wirtschaftsfreundlichen Regierung heraus führen? Warum glauben die Amerikaner, dass wir Sozialismus betreiben können?"

Citadel verweist auf Milliardenbeiträge an Steuern

Citadel hat in der Debatte auch auf seinen erheblichen fiskalischen Beitrag hingewiesen. Laut einem internen Memo von Citadel-COO Gerald Beeson, das Reuters vorlag, haben die Führungskräfte und Teammitglieder des Unternehmens in den vergangenen fünf Jahren fast 2,3 Milliarden US-Dollar an Stadt- und Bundesstaatssteuern in New York gezahlt.

Griffin lebt und arbeitet heute in Miami, wohin er Citadel im Jahr 2022 verlegte. Der Umzug des Hedgefonds von Chicago nach Florida wurde damals von vielen als Reaktion auf das politische und steuerliche Klima in demokratisch regierten Metropolen gewertet. Das bevorstehende Treffen mit Gouverneurin Hochul zeigt jedoch, dass Griffin weiterhin engen Kontakt zur New Yorker Führung pflegt und aktiv an der wirtschaftspolitischen Diskussion teilnimmt.

Die Pied-à-terre-Steuer, die Mamdani und Hochul vorantreiben, richtet sich gezielt an wohlhabende Nicht-Residenten, die teure Zweitwohnungen in New York City halten. Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Debatte ein Spiegelbild einer breiteren Auseinandersetzung in den USA über Vermögensbesteuerung, Standortpolitik und die Frage, wie Großstädte ihre Haushalte sanieren wollen – ohne Unternehmen und Investoren zu vergraulen.

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