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Chipaktien mit längster Verlustserie seit 2008: Nvidia jetzt kaufen?

Der PHLX Semiconductor Index fiel acht Handelstage in Folge und verlor rund 16 Prozent – was das für Nvidia-Anleger bedeutet.

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Chipaktien mit längster Verlustserie seit 2008: Nvidia jetzt kaufen?

Der PHLX Semiconductor Index hat eine ungewöhnlich lange Verlustserie hinter sich. Über acht aufeinanderfolgende Handelstage bis zum 16. Oktober fiel der Index und verzeichnete dabei einen Rückgang von rund 16 Prozent. Es handelt sich um die längste Verlustserie seit 2008. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der KI-Chip-Pionier Nvidia, dessen Aktien im Jahresverlauf zugelegt haben.

Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob sie jetzt Nvidia-Aktien kaufen sollten. Ein Blick auf die Historie liefert zumindest ein Argument für Gelassenheit: Seit 1999 stieg die Nvidia-Aktie im darauffolgenden Jahr in vier der sechs Fälle, in denen mindestens acht aufeinanderfolgende Handelstage zurücklagen. In vier der vergangenen sechs Phasen dieser Länge gab es also bereits ähnliche Verläufe. Offen bleibt, was bei den anderen beiden Malen geschah.

Die Verlustserie des Sektorindex ist dabei kein isoliertes Nvidia-Phänomen, sondern betrifft die gesamte Chipbranche. Der PHLX Semiconductor Index bündelt die Entwicklung führender Halbleiterwerte und gilt als wichtiger Stimmungsbarometer für den Sektor. Ein Rückgang von rund 16 Prozent innerhalb von acht Handelstagen ist ein deutlicher Rücksetzer, der die Frage nach dem weiteren Verlauf aufwirft.

Die Details

Die zentralen Zahlen der jüngsten Entwicklung lassen sich klar benennen. Der PHLX Semiconductor Index fiel über acht aufeinanderfolgende Handelstage bis zum 16. Oktober und verzeichnete dabei einen Rückgang von rund 16 Prozent. Damit ist die aktuelle Serie die längste seit 2008.

Auf der Unternehmensseite steht eine kräftige Umsatzprognose. Nvidia erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von rund 108 Milliarden US-Dollar, gegenüber 57 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Das Unternehmen selbst rechnet also mit einer deutlichen Steigerung des Geschäftsvolumens.

Die historische Auswertung ergänzt das Bild. Seit 1999 stieg die Nvidia-Aktie im darauffolgenden Jahr in vier der sechs Fälle, in denen mindestens acht aufeinanderfolgende Handelstage zurücklagen. Diese Statistik bezieht sich auf die Zeit seit dem Börsengang des Unternehmens und umfasst damit mehr als zwei Jahrzehnte Marktgeschichte.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die Entwicklung ist Teil einer längeren Geschichte, die aktien.news in den vergangenen Monaten begleitet hat. Bereits am 21.09.2026 berichtete aktien.news, dass gleich drei gewichtige Gründe für einen Einstieg bei dem Chipriesen sprechen. Angeführt wurde die Liste von einer Bewertung, die trotz der jüngsten Kursgewinne alles andere als überteuert erscheine: Die Nvidia-Aktie notierte damals lediglich zum 14-fachen des bereinigten Gewinns für das kommende Geschäftsjahr. Zudem verbesserten sich die Fundamentaldaten des Konzerns sogar noch schneller als der Aktienkurs.

Am 08.10.2026 berichtete aktien.news, dass die Nvidia-Aktie im Jahr 2026 bis zum 5. Oktober um 29 Prozent gestiegen war. In den vergangenen fünf Jahren legten die Kurse um mehr als 1.110 Prozent zu, und das Unternehmen erreichte eine Marktkapitalisierung von 5,8 Billionen US-Dollar. Der US-Analysedienst The Motley Fool sah für den Monat Oktober einen offensichtlichen Kaufgrund – die Bewertung – und zugleich ein Warnsignal. Die Aktien wurden damals mit einem Forward-KGV von 24,9 gehandelt.

Am 15.10.2026 berichtete aktien.news über ein historisch starkes viertes Quartal. Die Nvidia-Aktie hatte am Dienstag, dem 6. Oktober, einen weiteren Rekord markiert und bei 239,24 US-Dollar geschlossen. Gemessen vom Ende September bis zum Ende Dezember stiegen die Papiere in 20 der 27 Jahre zwischen 1999 und 2025. Die Medianveränderung über alle 27 vierten Quartale belief sich auf einen Gewinn von rund 14 Prozent. Allerdings gab es zwei Einschränkungen: Zum einen stieg die Nvidia-Aktie in den meisten Quartalen dieses Zeitraums – nicht nur im letzten des Jahres. Von 2000 bis 2025 legte sie auch in 20 der 26 ersten Quartale zu.

Bereits am 05.05.2026 berichtete aktien.news, dass die Nvidia-Aktie in die Nähe einer wichtigen Kaufmarke rückte, nachdem sie in der vergangenen Woche im Zuge der Quartalszahlen großer Technologiekonzerne um rund 5 Prozent nachgegeben hatte. Bemerkenswert war damals die jüngste Kursentwicklung: Die Aktie verzeichnete elf aufeinanderfolgende Gewinntage. Laut Dow Jones Market Data war dies die längste Gewinnserie seit dem Börsengang des Unternehmens im Januar 1999.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung wichtig, ohne dass daraus eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung folgt. Die aktuelle Verlustserie des PHLX Semiconductor Index ist die längste seit 2008 – ein Hinweis darauf, wie ungewöhnlich die jüngste Schwächephase ist. Gleichzeitig zeigt die Historie, dass auf vergleichbar lange Verlustserien bei Nvidia seit 1999 in vier von sechs Fällen ein Kursanstieg im darauffolgenden Jahr folgte.

Die Bewertungskennzahlen aus den früheren Berichten relativieren das Bild. Ein Forward-KGV von 24,9 im Oktober und ein Bewertungsniveau vom 14-fachen des bereinigten Gewinns im September zeigen, dass der Markt dem Unternehmen bereits viel zutraut. Die Fundamentaldaten verbesserten sich zuletzt schneller als der Aktienkurs, was als Zeichen für eine mögliche Unterbewertung gewertet wurde.

Anleger sollten zudem die Umsatzprognose im Blick behalten. Nvidia erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von rund 108 Milliarden US-Dollar, gegenüber 57 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Diese Erwartung ist bereits Teil der aktuellen Bewertung und dürfte die weitere Kursentwicklung maßgeblich beeinflussen.

Ausblick

Der einzige konkrete Ausblick aus dem Quelltext betrifft die Umsatzerwartung: Nvidia rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatz von rund 108 Milliarden US-Dollar, gegenüber 57 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Wie sich die Aktie nach der längsten Verlustserie des Sektorindex seit 2008 entwickelt, hängt aus historischer Sicht davon ab, ob sich das Muster der vergangenen Jahrzehnte wiederholt. In vier der sechs vergleichbaren Fälle seit 1999 folgte im darauffolgenden Jahr ein Kursanstieg.

Kurz erklärt

  • Verlustserie: Eine Folge aufeinanderfolgender Handelstage, an denen ein Index oder eine Aktie mit einem Minus schließt.
  • PHLX Semiconductor Index: Ein Aktienindex, der die Entwicklung führender Halbleiterunternehmen bündelt.
  • Forward-KGV: Eine Bewertungskennzahl, die den aktuellen Kurs ins Verhältnis zum erwarteten künftigen Gewinn setzt.
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