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Chip-Boom treibt Nikkei und globale Märkte nach oben

Asiatische Börsen holen nach Feiertagen auf – Japans Nikkei springt fast 6%, SoftBank-Aktie legt 20% zu.

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Chip-Boom treibt Nikkei und globale Märkte nach oben

Der globale Chip-Boom weitet sich aus und erfasst nun auch die asiatischen Märkte. Nach der Rückkehr aus den Feiertagen erlebt Japan eine beeindruckende Aufholjagd: Der Leitindex Nikkei stieg am Donnerstag um beinahe 6%, angeführt von einem Kurssprung der SoftBank-Aktie um fast 20%. Das Technologieunternehmen SoftBank profitiert dabei besonders stark vom globalen Aufschwung rund um Künstliche Intelligenz und Halbleitertechnologie.

Damit summieren sich die Gewinne des Nikkei seit Jahresbeginn auf beachtliche 25%. Das ist zwar nur ein Bruchteil des Booms in Seoul, wo der südkoreanische Leitindex in diesem Jahr bereits um 75% zugelegt hat – doch es übertrifft deutlich die Zuwächse an der Wall Street. Der S&P 500 legte seit Jahresbeginn lediglich 8% zu, der technologielastige Nasdaq kommt auf 11%.

Asien schlägt die Wall Street beim Chip-Boom

Diese Zahlen verdeutlichen eine klare Botschaft: Der größte Ansturm auf Chips und Technologieausrüstung findet derzeit im Ausland statt. Die Hersteller von Halbleitern und Technologieausrüstung in ganz Asien florieren und treiben die dortigen Leitindizes nach oben. Südkorea hatte bereits am Mittwoch nach der Rückkehr aus Feiertagen eine ähnliche Aufholjagd erlebt.

Die Wall Street setzte ihren Rekordkurs unterdessen ebenfalls fort. Der S&P 500 legte am Mittwoch um weitere 1% zu. Rückenwind kam dabei auch von einer anderen Seite: Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ließen die Rohölpreise um fast 8% einbrechen. Brent-Rohöl und WTI werden nun bei rund 99 bzw. 93 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

Friedenshoffnungen im Nahen Osten drücken Ölpreise

Der Iran prüft derzeit den jüngsten US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Berichten zufolge würde dieser Vorschlag 30 Tage detaillierter Verhandlungen einleiten, um eine vollständige Einigung zu erzielen. Trotz der erneuten Friedenshoffnungen hielten militärische Aktivitäten im Golf und im Libanon jedoch sporadisch an.

Mit den sinkenden Ölpreisen gaben auch die Anleiherenditen nach. Der europäische STOXX 600 legte am Mittwoch um 2% zu und liegt damit noch etwa 2% unter dem Niveau vor dem Iran-Krieg. Im frühen Handel am Donnerstag legte der Index eine Pause ein.

US-Arbeitsmarkt zeigt sich robust

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zeigt sich der amerikanische Jobmarkt widerstandsfähig. Der ADP-Bericht über die Beschäftigung im Privatsektor für April fiel besser aus als erwartet. Die Einstellung von Personal hat bislang kaum unter dem zweimonatigen Energieschock gelitten.

Am Donnerstag stehen weitere wichtige Termine auf der Agenda: Um 14:30 Uhr MESZ werden die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, um 21:00 Uhr folgen die Verbraucherkredite für März. Zudem halten Vertreter der US-Notenbank Fed Reden, darunter John Williams von der New York Fed, Neel Kashkari von der Minneapolis Fed und Beth Hammack von der Cleveland Fed. Auf der Unternehmensseite berichten Airbnb, CoreWeave und McDonald's ihre Quartalsergebnisse.

Geopolitisch richten sich die Blicke auch auf den für nächste Woche geplanten Gipfel zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. In Großbritannien stehen am Donnerstag Kommunalwahlen an, die voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Position von Premierminister Keir Starmer als Vorsitzender der regierenden Labour-Partei haben werden.

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