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Chinesische Gruppen wuschen 61 Mio. Dollar aus iranischen Ölgeschäften via Binance

US-Justizbehörden erheben Vorwürfe gegen chinesische Firmen wegen Geldwäsche mit Kryptowährungen.

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Chinesische Gruppen wuschen 61 Mio. Dollar aus iranischen Ölgeschäften via Binance

US-Staatsanwälte haben Anklage gegen zwei chinesische Unternehmen erhoben, die über Konten bei der Kryptobörse Binance rund 61 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von iranischem Schwarzmarktöl gewaschen haben sollen. Die Gelder sollten demnach an die iranische Regierung zurückfließen, um unter anderem terroristische Aktivitäten zu finanzieren.

Das US-Justizministerium hat eine Verfallsklage eingereicht, um die Summe einzuziehen. Die Transaktionen wurden über ein Netzwerk digitaler Wallets abgewickelt, das nach Angaben der US-Behörden insgesamt mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar an Erlösen aus illegalen iranischen Ölverkäufen empfangen und verteilt hat. Mindestens ein Teil dieser Gelder sei zur Finanzierung von Terrorismus verwendet worden, so die Staatsanwälte.

Die betroffenen Transaktionen in Höhe von 61 Millionen US-Dollar fanden im Mai und Juni des vergangenen Jahres statt und wurden in den Folgemonaten eingefroren. In der Beschlagnahmeklage heißt es: „Personen und Organisationen haben Kryptowährungshandelskonten bei Binance genutzt, um Kryptowährungstransaktionen durchzuführen, die die Erlöse aus dem Schwarzmarktverkauf iranischen Öls an Käufer in China repräsentierten, die an die Regierung Irans, deren Agenten und Stellvertreter weitergeleitet wurden, um terroristische Aktivitäten zu finanzieren.“

Binance weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher von Binance stellte in einer vorbereiteten Erklärung klar: „Dieser Fall wurde nicht gegen Binance erhoben und macht keine Vorwürfe gegen Binance wegen Fehlverhaltens. Binance hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Sanktionsverstößen oder illegalem Handeln, und Binance hat keine Transaktionen mit sanktionierten Personen gestattet.“ Man werde weiterhin mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten.

Die Klage richtet sich gegen Währungen in einer Reihe digitaler Wallets, nicht gegen Binance selbst oder die beiden genannten chinesischen Unternehmen Hexa Whale Trading und Blessed Trust. Das Justizministerium machte zudem keine Angaben dazu, für welche konkreten terroristischen Aktivitäten die Gelder verwendet wurden.

Binance steht seit Jahren unter Druck

Die Kryptobörse Binance hatte sich bereits 2023 in den USA schuldig bekannt zu Strafvorwürfen im Zusammenhang mit Verstößen gegen Geldwäschegesetze und zahlte eine Strafe in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar. Der Gründer Changpeng Zhao („CZ“) bekannte sich schuldig, nicht ausreichend gegen Geldwäsche geschützt zu haben, und wurde zu vier Monaten Bundesgefängnis verurteilt.

US-Präsident Donald Trump begnadigte Zhao im Oktober des vergangenen Jahres. Trump setzt sich während seiner zweiten Amtszeit verstärkt für Kryptowährungen ein und hat die US-Regulierungsaufsicht über die Branche reformiert. Ein Fonds aus Abu Dhabi kaufte im vergangenen Jahr einen Anteil von zwei Milliarden US-Dollar an Binance von Zhao und zahlte vollständig mit USD1, einem Stablecoin, der von World Liberty Financial ausgegeben wird – einem Krypto-Unternehmen, das von Trumps Familie kontrolliert wird.

Binance.com ist nicht in den USA tätig. Kunden in den USA werden von einer separaten Einheit namens Binance.US bedient. Das Unternehmen unterliegt bis 2028 einer Überwachung gemäß einem Vergleich mit dem US-Finanzministerium und dem Justizministerium.

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