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China senkt Whisky-Zölle um 50 Prozent nach Xi-Starmer-Treffen

Britische Exporteure profitieren von Zollsenkung – Einsparungen von 250 Millionen Pfund erwartet

China senkt Whisky-Zölle um 50 Prozent nach Xi-Starmer-Treffen

China hat seine Zölle auf britischen Whisky um die Hälfte gesenkt. Die Entscheidung fiel nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und dem britischen Premierminister Keir Starmer am Donnerstag in Peking. Die Maßnahme soll britischen Whisky-Exporteuren über einen Zeitraum von fünf Jahren Einsparungen von rund 250 Millionen Pfund (345 Millionen Dollar) bringen.

Die Zollsenkung ist ein bedeutender Erfolg für eines der wertvollsten britischen Exportprodukte. Starmer hatte die Handelserleichterungen bei den Gesprächen mit Xi aktiv vorangetrieben, während er gleichzeitig andere strittige Themen wie Menschenrechte ansprach. Für die britische Regierung sind wirtschaftliche Erfolge in China ein wichtiges Ziel, um die Handelsbeziehungen trotz politischer Differenzen zu stärken.

Schottischer Whisky als strategisches Exportgut

Die schottische Whiskyindustrie spielt eine zentrale Rolle in der britischen Handelsstrategie. Großbritannien versucht seit Jahren, den Zugang zu wichtigen Wachstumsmärkten für das Premiumprodukt zu verbessern. Ein Freihandelsabkommen mit Indien, das im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, senkte die dortigen Zölle zunächst von 150 Prozent auf 75 Prozent. Eine weitere Reduzierung auf 40 Prozent ist über das nächste Jahrzehnt geplant.

Bemühungen, amerikanische Zölle auf Scotch Whisky zu senken oder abzuschaffen, blieben bisher jedoch erfolglos. Die USA bleiben ein schwieriger Markt für britische Spirituosenhersteller.

China als wachsender Absatzmarkt

China war im Jahr 2024 laut Scotch Whisky Association der zehntgrößte Exportmarkt für schottischen Whisky. Der asiatisch-pazifische Raum ist gemessen am Wert die größte regionale Absatzregion für das Premiumprodukt. Bereits vor einem Jahr hatte sich China während eines Finanzdialogs mit der britischen Finanzministerin Rachel Reeves verpflichtet, die Kennzeichnungsanforderungen für Scotch Whisky zu verschärfen, um das Produkt besser vor Fälschungen zu schützen.

Chinas Handelsminister signalisierte dem britischen Handelsminister die Bereitschaft, Waren- und Dienstleistungsimporte aus Großbritannien weiter auszuweiten. Peking strebt ein ausgereifteres wirtschaftliches Verhältnis zu London an. Die Zollsenkung ist ein konkreter Schritt in diese Richtung und könnte als Vorbild für weitere Handelserleichterungen dienen.

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