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Chemours-Aktie steigt nach PFAS-Vergleich in North Carolina an

Spezialchemiekonzern einigt sich auf 455-Millionen-Dollar-Vergleich mit US-Bundesstaat und elf Kommunen.

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Chemours-Aktie steigt nach PFAS-Vergleich in North Carolina an

Die Aktien des Spezialchemieunternehmens Chemours (NYSE: CC) haben am Donnerstag einen deutlichen Kursanstieg von rund sechs Prozent verzeichnet. Damit konnte sich der Titel deutlich von seinem 52-Wochen-Tief bei 10,44 US-Dollar absetzen. Auslöser für den Optimismus der Anleger ist ein Vergleich mit dem US-Bundesstaat North Carolina sowie elf lokalen Behörden zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit PFAS-Belastungen.

Der Vergleich umfasst ein Gesamtvolumen von 455 Millionen US-Dollar, das über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgezahlt werden soll. Die Vereinbarung adressiert historische Emissionen aus dem Werk Fayetteville Works sowie weitere PFAS-Ansprüche, etwa durch den Einsatz von wässrigen filmbildenden Schaummitteln. Von der Gesamtsumme entfallen 18 Millionen US-Dollar auf Vorwürfe, die nicht direkt mit dem Standort Fayetteville in Verbindung stehen. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der formellen Einstellung der betroffenen Klageverfahren.

Finanzielle Last wird auf drei Unternehmen aufgeteilt

Die finanzielle Last wird gemäß einer Absichtserklärung aus dem Jahr 2021 zwischen Chemours, DuPont de Nemours und Corteva aufgeteilt. Chemours trägt 50 Prozent der Kosten, was einem Barwert von etwa 180 Millionen US-Dollar entspricht. Wie das Unternehmen betonte, sind diese Zahlungen bereits durch bestehende Rückstellungen gedeckt, sodass keine zusätzliche finanzielle Belastung für die Bilanz entsteht. Für die kommenden zwölf Monate rechnet Chemours mit einer Zahlung von etwa 50 Millionen US-Dollar.

Ein wesentlicher Vorteil für die Liquidität ist zudem der Wegfall einer für September 2026 geplanten Treuhandzahlung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar. Der Vergleich würdigt zudem die Fortschritte, die Chemours seit dem „Consent Order“ von 2019 bei der Reduzierung von Emissionen und der Sanierung betroffener Gebiete erzielt hat.

Vereinbarung legt Verfahren für verbleibende Verpflichtungen fest

Die Vereinbarung legt zudem Verfahren für verbleibende Verpflichtungen fest, einschließlich der Umsetzung von Programmen zur Trinkwasserversorgung. Zu den beteiligten lokalen Einheiten gehören unter anderem die Countys Bladen, Brunswick, Columbus, Cumberland, New Hanover, Robeson und Sampson sowie die Stadt Lumberton, Wrightsville Beach, das Village of Bald Head Island und die Lower Cape Fear Water and Sewer Authority.

Analysten werten die Einigung als entscheidenden Schritt zur Reduzierung des Risikoprofils des Unternehmens. Dass die Aktie gegen den allgemeinen Markttrend – der S&P 500 und die Nasdaq notierten zum Zeitpunkt der Meldung im Minus – so deutlich zulegen konnte, unterstreicht die Bedeutung der Nachricht als primären Kurstreiber. Mit der Beilegung dieses langjährigen Rechtsstreits sieht sich Chemours in einer gefestigten Position, da auch alle zukünftigen Verpflichtungen aus der gemeinsamen Kostenvereinbarung mit DuPont und Corteva als erfüllt gelten.

Für deutsche Anleger ist der Fall Chemours ein Beispiel dafür, wie langwierige Umweltrechtsstreitigkeiten in den USA den Aktienkurs eines Unternehmens belasten können – und wie eine Einigung plötzlich für deutliche Kursgewinne sorgen kann. Die PFAS-Problematik betrifft zahlreiche Chemiekonzerne weltweit, und Chemours hat mit diesem Vergleich einen wichtigen Schritt zur Risikominimierung unternommen.

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