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Capri Holdings: Umsatzrückgang hält an – Hoffnung liegt auf Michael Kors

Capri Holdings erwartet ein weiteres schwaches Quartal, gibt aber ein optimistisches Jahresgewinnziel bekannt und setzt auf Michael Kors.

Capri Holdings: Umsatzrückgang hält an – Hoffnung liegt auf Michael Kors

Capri Holdings hat am Mittwoch erneut einen Umsatzrückgang für das laufende Quartal prognostiziert. Gleichzeitig überraschte der Luxusmodekonzern mit einem optimistischen Jahresgewinnziel. Im Mittelpunkt der Strategie steht die Wiederbelebung der Kernmarke Michael Kors.

Die Aktie reagierte zunächst positiv auf die Ankündigung, drehte jedoch schnell ins Minus. Im frühen Handel verlor das Papier rund 3 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der prognostizierte Quartalsumsatz unter den Markterwartungen liegt. Die frühen vorbörslichen Gewinne wurden damit vollständig wieder abgegeben.

Turnaround-Strategie für Michael Kors

Der Konzern verfolgt eine klare Turnaround-Strategie, die auf die Wiederbelebung der Nachfrage nach der Marke Michael Kors abzielt. Michael Kors ist das umsatzstärkste Label im Portfolio von Capri Holdings und damit entscheidend für die Gesamtentwicklung des Unternehmens.

Capri versucht dabei, einen breiteren Kundenstamm zu gewinnen. Besonderes Augenmerk liegt auf jüngeren und wohlhabenderen Käufern, die trotz des anhaltenden Inflationsdrucks weiterhin bereit sind, in Premiummode zu investieren. Diese Zielgruppe gilt in der Branche als besonders widerstandsfähig gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen.

Herausforderungen im Luxussegment

Der anhaltende Umsatzrückgang bei Capri spiegelt eine breitere Herausforderung im gehobenen Modemarkt wider. Viele Konsumenten haben in den vergangenen Quartalen ihre Ausgaben für nicht lebensnotwendige Güter reduziert, was besonders Marken im sogenannten „Accessible Luxury"-Segment – also der zugänglichen Luxusklasse – unter Druck gesetzt hat.

Capri Holdings ist als Mutterkonzern von Michael Kors, Versace und Jimmy Choo bekannt. Das Unternehmen war zuletzt auch durch den gescheiterten Übernahmeversuch durch Tapestry in die Schlagzeilen geraten. Nun konzentriert sich das Management auf organisches Wachstum und die Stärkung der eigenen Marken.

Für deutsche Anleger ist Capri Holdings ein Indikator für die Verfassung des globalen Premiummode-Marktes. Die Entwicklung des Unternehmens zeigt, wie stark selbst etablierte Luxusmarken unter veränderten Konsumgewohnheiten und makroökonomischen Belastungen leiden können. Das optimistische Jahresgewinnziel könnte jedoch ein erstes Zeichen sein, dass das Management die Trendwende für erreichbar hält.

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