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Bundesrichter stoppt Trumps Weißes-Haus-Festsaal – Berufung eingelegt

Ein US-Bundesrichter bestätigt den Baustopp für oberirdische Arbeiten am umstrittenen 400-Millionen-Dollar-Festsaal des Weißen Hauses.

Bundesrichter stoppt Trumps Weißes-Haus-Festsaal – Berufung eingelegt

Ein Bundesrichter hat am Donnerstag den Baustopp für oberirdische Bauarbeiten an dem geplanten Festsaal des Weißen Hauses der Trump-Regierung in einer überarbeiteten Verfügung bestätigt. Richter Richard Leon vom US-Bezirksgericht in Washington, D.C., erließ die präzisierte einstweilige Verfügung, nachdem das zuständige Berufungsgericht ihn fünf Tage zuvor aufgefordert hatte, seine ursprüngliche Anordnung vom 31. März zu konkretisieren. Die Trump-Regierung legte unmittelbar nach der Entscheidung Berufung beim US-Berufungsgericht für den District of Columbia ein.

Die neue Verfügung erlaubt der Regierung jedoch, unterirdische Bauarbeiten fortzusetzen – einschließlich solcher, die im Zusammenhang mit Einrichtungen der nationalen Sicherheit stehen. Oberirdische Arbeiten sind demnach nur dann gestattet, wenn sie „zwingend erforderlich sind, um solche Einrichtungen der nationalen Sicherheit abzudecken, zu sichern und zu schützen", sofern diese Maßnahmen nicht „die oberirdische Größe und den Umfang des Festsaals festlegen". Richter Leon hatte das Inkrafttreten seiner Anordnung zunächst für sieben Tage ausgesetzt.

Hintergrund: Ein 400-Millionen-Dollar-Projekt am Weißen Haus

Bei dem umstrittenen Bauvorhaben handelt es sich um einen geplanten Festsaal mit einer Fläche von 90.000 Quadratfuß – umgerechnet rund 8.360 Quadratmeter – und einem Kostenvolumen von 400 Millionen US-Dollar. Das Projekt soll auf dem Gelände errichtet werden, auf dem einst der Ostflügel des Weißen Hauses stand. Dieser war im vergangenen Jahr auf Anweisung von Präsident Donald Trump abgerissen worden, um Platz für das Bauprojekt zu schaffen.

Kläger in dem Verfahren ist der National Trust for Historic Preservation, eine Organisation zum Schutz historischer Stätten in den USA. Sie verklagt die Trump-Regierung mit dem Ziel, den Bau des Festsaals vollständig zu verhindern. Leon hatte in zwei vorangegangenen Entscheidungen Anträge dieser Gruppe auf einen Baustopp noch abgelehnt, bevor er am 31. März seine erste einstweilige Verfügung gegen das Projekt erließ.

In seinem Urteil vom 31. März hatte Leon festgestellt, dass kein Gesetz Trump auch nur annähernd die Befugnis verleihe, ein solches Bauwerk am Weißen Haus ohne Genehmigung des Kongresses zu errichten. Diese Einschätzung bekräftigte er nun in seiner überarbeiteten Anordnung. Er wies dabei ausdrücklich die Argumentation der Trump-Regierung zurück, wonach das gesamte Festsaal-Projekt aus Gründen der nationalen Sicherheit fortgesetzt werden könne.

Nationale Sicherheit als zentrales Argument der Regierung

Die Trump-Regierung hatte dem Berufungsgericht erklärt, Leons ursprüngliche einstweilige Verfügung drohe „schwerwiegende Schäden für die nationale Sicherheit des Weißen Hauses, des Präsidenten und seiner Familie sowie der Mitarbeiter des Präsidenten" zu verursachen. Das Berufungsgericht hatte Leon daraufhin ausdrücklich angewiesen, die potenziellen Auswirkungen eines Baustopps auf die nationale Sicherheit neu zu bewerten.

Leon erklärte dazu in einer Stellungnahme: „Das Gericht hat die Berufung der Beklagten auf die nationale Sicherheit und die Sicherheit des Präsidenten während des gesamten Verfahrens ernst genommen, weshalb ich in meine ursprüngliche Anordnung eine Ausnahme für Schutz und Sicherheit aufgenommen habe." Gleichzeitig stellte der Richter klar, dass die Ausnahme für unterirdische Sicherheitseinrichtungen den geplanten Festsaal selbst nicht umfasse. Zur Begründung verwies er darauf, dass die Regierung selbst zwischen unterirdischen und oberirdischen Bauarbeiten unterschieden habe, indem sie erklärte, dass „die Arbeiten unter der Oberfläche durch Sicherheitsbedenken motiviert sind, die unabhängig von den oberirdischen Bauarbeiten bestehen".

Der Richter betonte zudem, dass das Verbot oberirdischer Bauarbeiten direkt das Risiko eines irreparablen Schadens für den National Trust adressiere, der durch den Bau des Festsaals entstehen würde. Präsident Trump reagierte auf die Entscheidung mit einem kritischen Post auf seiner Plattform Truth Social. Das Verfahren dürfte nun vor dem Berufungsgericht weitergeführt werden, nachdem die Regierung umgehend Rechtsmittel eingelegt hat.

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