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Bundesrichter blockiert 81-Milliarden-Fusion von Paramount und Warner

Eine einstweilige Verfügung stoppt den Megadeal vorerst – eine Kartellrechtsklage von zwölf US-Bundesstaaten bringt die Transaktion in Gefahr.

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Bundesrichter blockiert 81-Milliarden-Fusion von Paramount und Warner

Ein Bundesrichter in Kalifornien hat am Montag eine einstweilige Verfügung gegen die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery erlassen. Das Gericht untersagt den beiden Medienkonzernen damit vorläufig den Abschluss der 81 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion. Die Verfügung gilt zunächst für 14 Tage.

Hintergrund des richterlichen Eingreifens ist eine Kartellrechtsklage, die von einem Dutzend US-Bundesstaaten eingereicht wurde. Das Gericht will in dieser Zeit prüfen, ob die Fusion bis zur endgültigen Beilegung des Kartellverfahrens dauerhaft blockiert werden soll. Für Paramount bedeutet dies konkret: Die Hoffnung, den Deal noch vor Ende des Monats abzuschließen, hat sich damit zerschlagen.

Anhörung zur einstweiligen Anordnung am 3. August

Sollte das Gericht den klagenden Bundesstaaten zu einem späteren Zeitpunkt eine weitergehende einstweilige Anordnung gewähren, wäre es Paramount und Warner Bros. Discovery untersagt, die Fusion zu vollziehen, solange das Kartellverfahren läuft. Eine entsprechende Anhörung wurde für den 3. August angesetzt. Bis dahin bleibt die Transaktion in der Schwebe.

Die geplante Fusion der beiden Medienriesen gehört zu den größten Deals der Unterhaltungsbranche. Paramount, bekannt für sein gleichnamiges Filmstudio sowie den Streamingdienst Paramount+, und Warner Bros. Discovery, zu dem unter anderem HBO, CNN und der Streamingdienst Max gehören, wollten ihre Kräfte bündeln, um im hart umkämpften Medien- und Streamingmarkt besser bestehen zu können. Ein Zusammenschluss dieser Größenordnung hätte die Medienlandschaft in den USA grundlegend verändert.

Kartellrechtliche Bedenken im Fokus

Die Klage der zwölf Bundesstaaten zeigt, dass die Wettbewerbsbehörden und Staatsanwälte erhebliche Bedenken hinsichtlich der Marktmacht eines fusionierten Unternehmens hegen. Im US-amerikanischen Kartellrecht haben Bundesstaaten das Recht, eigenständig gegen Fusionen vorzugehen, die sie als wettbewerbsschädlich einstufen – unabhängig von einer etwaigen Genehmigung durch die Bundesbehörden.

Für Anleger beider Unternehmen ist die Situation mit erheblicher Unsicherheit verbunden. Die Aktien von Paramount (PSKY) und Warner Bros. Discovery (WBD) standen bereits unter Druck. Ob und wann der Deal letztlich vollzogen werden kann, hängt nun maßgeblich vom Ausgang der Anhörung Anfang August sowie dem weiteren Verlauf des Kartellverfahrens ab.

Die nächsten Wochen dürften richtungsweisend sein: Entweder gelingt es den Unternehmen, die rechtlichen Hürden zu überwinden und den Megadeal doch noch zu retten – oder die Kartellklage der Bundesstaaten zwingt Paramount und Warner Bros. Discovery, ihre Fusionspläne grundlegend zu überdenken.

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