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Bundesnetzagentur zieht 5.700 Produkte aus dem Handel

Sicherheitsrisiken und Qualitätsmängel – vor allem Billigware aus Fernost im Visier der Behörde

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Bundesnetzagentur zieht 5.700 Produkte aus dem Handel

Die Bundesnetzagentur hat in diesem Jahr bereits mehr als 5.700 elektronische Produkte aus dem Handel genommen. Die betroffenen Geräte entsprechen nicht den in Deutschland geltenden Qualitätsstandards und sind daher nicht für den Verkauf zugelassen. Besonders im Fokus der Behörde stehen Billigprodukte aus Fernost. Diese Geräte können nicht nur den Alltag stören, etwa wenn durch das Betätigen eines Lichtschalters plötzlich das Radio ausgeht, sondern stellen teilweise auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Ein Beispiel für solche gefährlichen Produkte sind Drohnen, die laut Verpackung bereits für Kinder ab drei Jahren geeignet sein sollen. "Diese Drohnen bergen ein Verletzungspotenzial und dürfen deshalb nicht an Kinder verkauft werden", warnt Fiete Wulff von der Bundesnetzagentur. Auch andere Geräte, wie Türklingeln mit eingebauter Kamera und Funkverbindung, können problematisch sein. Sie nutzen Frequenzbänder, die in Deutschland für den Schutz des Fernseh- und Radioempfangs oder für die Kommunikation von Bundeswehr und Rettungsdiensten reserviert sind.

Insgesamt sind mehr als 45 Millionen Einzelgeräte betroffen. Darunter befinden sich auch Steckdosen, die sich per Fernbedienung steuern lassen, jedoch keinen Überlastungsschutz bieten. Ein weiteres Beispiel sind Wechselrichter für Balkonkraftwerke. Aufgrund der hohen Energiepreise haben sich viele Verbraucher Solarmodule zugelegt. Einige der dazugehörigen Wechselrichter können jedoch Störungen im Stromnetz verursachen und sind schlecht gegen Stromschläge isoliert.

Die Bundesnetzagentur arbeitet eng mit dem Zoll zusammen, um nicht zugelassene Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. "Viele der Produkte, die wir prüfen, stammen aus Fernost, insbesondere aus China", erklärt Wulff. Oft fehlt diesen Importprodukten das CE-Kennzeichen, das in der Europäischen Union obligatorisch ist. Auch Bedienungsanleitungen in deutscher Sprache sind häufig nicht vorhanden.

Fiete Wulff rät Verbrauchern zur Vorsicht: "Wenn ein Produkt im Vergleich zu ähnlichen Produkten sehr billig ist, sollte man skeptisch sein." Markenprodukte seien in der Regel weniger problematisch. Zudem sollte man auf Qualitätssiegel wie das CE-Kennzeichen oder eine TÜV-Prüfung achten. Obwohl dies keine Garantie für die Funktionalität eines Produkts ist, erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass man ein sicheres und zuverlässiges Gerät erwirbt.

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