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Britische Exporte in die USA brechen um 15,5 Prozent ein

Trumps Zollpolitik trifft die britische Exportwirtschaft hart – dritter monatlicher Rückgang in Folge.

Britische Exporte in die USA brechen um 15,5 Prozent ein

Die britischen Warenexporte in die Vereinigten Staaten sind im Januar 2026 auf £4,2 Milliarden gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem Minus von 11,3 Prozent gegenüber Dezember 2025. Dies ist bereits der dritte monatliche Rückgang in Folge, wie Daten der Unternehmensberatung Lubbock Fine zeigen.

Der stärkste Einbruch entfiel auf Maschinen und Transportausrüstung, wo die Exporte um £400 Millionen zurückgingen. Besonders hart traf es die Automobilbranche. Aber auch in den meisten anderen Warenkategorien verzeichnete Großbritannien sinkende Ausfuhren in die USA.

Hintergrund der Entwicklung ist die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump seit seiner Rückkehr ins Amt. Die britischen Warenexporte in die USA fielen im gesamten Jahr 2025 um 10,3 Prozent auf £59,2 Milliarden – der erste jährliche Rückgang seit der Corona-Pandemie.

Handelsabkommen bietet kaum Schutz

Trotz eines im Mai 2025 mit der US-Regierung vereinbarten Handelsabkommens bleibt der Druck auf britische Exporteure hoch. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, Washington werde in Kürze einen globalen Zoll von 15 Prozent einführen. Das dürfte die Situation für britische Unternehmen weiter verschärfen.

Die USA sind für Großbritannien ein bedeutender Handelspartner. Im Jahr 2025 entfielen 15,6 Prozent der gesamten britischen Warenexporte in Höhe von £379,8 Milliarden auf den amerikanischen Markt. Zum Vergleich: Die Exporte in die 27 EU-Mitgliedstaaten beliefen sich auf £182,2 Milliarden – ein Rückgang von lediglich 1 Prozent gegenüber 2024.

EU als möglicher Ausgleich

Alex Altmann, Partner bei Lubbock Fine, sieht im Abbau von Handelshemmnissen mit der Europäischen Union eine Möglichkeit, die sinkenden US-Exporte zu kompensieren. Er nannte konkret Import- und Exportanmeldungen, Dokumentationspflichten sowie Inspektionsanforderungen als Bereiche, in denen weniger Bürokratie das Handelswachstum ankurbeln könnte.

Altmann verwies zudem auf Grenzkontrollen sowie Prüfungen von Lebensmitteln, Getränken, Pflanzen und tierischen Produkten als wesentliche Barrieren im Handel mit der EU. Eine Annäherung an Brüssel könnte britischen Exporteuren also neue Absatzmöglichkeiten eröffnen – gerade in einem zunehmend protektionistischen globalen Handelsumfeld.

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