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Bristol Myers Squibb investiert 2,3 Milliarden Dollar in Texas-Werk

Der US-Pharmariese baut eine neue Produktionsstätte in Houston und schafft dabei fast 500 dauerhafte Arbeitsplätze.

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Bristol Myers Squibb investiert 2,3 Milliarden Dollar in Texas-Werk

Bristol Myers Squibb (NYSE: BMY) hat den Bau einer neuen Produktionsstätte in Houston, Texas, angekündigt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Das Projekt ist Teil einer bereits früher kommunizierten Gesamtzusage des Unternehmens, insgesamt 40 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten zu investieren.

Die neue Anlage wird eine Fläche von rund 600.000 Quadratfuß umfassen – das entspricht etwa 55.700 Quadratmetern. Geplant ist die Herstellung von niedermolekularen Medikamenten, Biologika sowie Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten. Letztere gelten als besonders innovativer Wirkstofftyp in der modernen Krebstherapie.

Tausende Arbeitsplätze in der Aufbauphase

Der Pharmakonzern mit Sitz in New Jersey erwartet, dass der neue Standort dauerhaft fast 500 qualifizierte Arbeitsplätze schaffen wird. Darüber hinaus sollen zwischen 2027 und 2030 – also während der Bau- und Einführungsphase des Campus – rund 2.000 weitere Stellen im Baugewerbe und verwandten Bereichen entstehen. Damit hat das Projekt auch eine erhebliche regionalwirtschaftliche Bedeutung für den Großraum Houston.

Bristol Myers Squibb betont, dass der Standort bewusst flexibel konzipiert wird. So soll die Anlage bei sich ändernden Anforderungen der Produktpipeline erweitert oder umkonfiguriert werden können. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Standort langfristig über seine ursprüngliche Grundfläche hinaus wachsen wird.

Branchentrend: Pharmariesen setzen auf US-Produktion

Die Ankündigung von Bristol Myers Squibb reiht sich in einen deutlichen Branchentrend ein. Zahlreiche globale Pharmaunternehmen haben zuletzt Investitionen in Milliardenhöhe zugesagt, um ihre Produktionskapazitäten in den USA auszubauen. Unternehmen wie Eli Lilly, Johnson & Johnson, Roche und Pfizer haben ebenfalls umfangreiche US-Investitionspläne bekanntgegeben.

Hintergrund ist der wachsende Druck der Trump-Administration auf die Pharmaindustrie, mehr Medikamente auf amerikanischem Boden zu produzieren. Viele Arzneimittelhersteller haben Vereinbarungen mit der US-Regierung getroffen, um mögliche Zölle auf importierte Pharmaprodukte zu vermeiden. Für deutsche Anleger, die in US-Pharmawerte investiert sind, ist dieser Trend besonders relevant, da er die Kostenstruktur und Wettbewerbsposition der betroffenen Unternehmen langfristig beeinflussen kann.

Die Investition von Bristol Myers Squibb unterstreicht das Bestreben des Konzerns, seine Fertigungskapazitäten in den USA strategisch auszubauen und gleichzeitig regulatorischen sowie politischen Anforderungen gerecht zu werden. Für den Standort Houston bedeutet die Ansiedlung einen bedeutenden Impuls für die lokale Pharmaindustrie und den Arbeitsmarkt.

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