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BP-Chairman Albert Manifold wegen Mobbing-Vorwürfen abgesetzt

Das BP-Board hat Chairman Albert Manifold nach ernsten Bedenken über sein Verhalten entlassen – ein neuer Skandal für den Ölkonzern.

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BP-Chairman Albert Manifold wegen Mobbing-Vorwürfen abgesetzt

Der britische Ölkonzern BP steckt erneut in einer Führungskrise. Das Board of Directors hat Albert Manifold als Chairman abgesetzt – und das nur sechs Monate nachdem er eine entscheidende Rolle dabei gespielt hatte, die neue Konzernchefin Meg O'Neill für den Posten zu gewinnen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit „ernsten Bedenken" hinsichtlich seines Verhaltens.

Der irische Geschäftsmann Manifold hatte O'Neill erst kürzlich davon überzeugt, die CEO-Position bei BP anzunehmen – eine Rolle, die in der Branche als schwierig gilt. Nach zwei Abgängen an der Konzernspitze innerhalb von nur drei Jahren wurde der Posten intern bereits als „vergifteter Kelch" bezeichnet. Nun sitzt O'Neill selbst im Board, das ihren einstigen Förderer abberufen hat.

Ein Skandal mit Vorgeschichte

Mit der Angelegenheit vertraute Personen deuteten an, dass es hinter den Kulissen mehr zu berichten gibt, als die offizielle Stellungnahme des Unternehmens preisgibt. Details zu den konkreten Vorwürfen gegen Manifold wurden bislang nicht vollständig öffentlich gemacht. Der Begriff „Mobbing" steht jedoch im Raum und verleiht dem Vorgang eine besondere Brisanz.

Für BP kommt der Skandal zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Konzern befindet sich ohnehin in einer Phase des Umbruchs und steht unter erheblichem Druck von Investoren. Die Führungsinstabilität der vergangenen Jahre – zwei CEO-Wechsel in drei Jahren – hat das Vertrauen in die Unternehmensführung bereits belastet.

Meg O'Neill in einer heiklen Lage

Die neue Konzernchefin Meg O'Neill befindet sich nun in einer ungewöhnlichen Situation: Sie verdankt ihre Position zu einem Teil dem Mann, den ihr eigenes Board gerade abgesetzt hat. O'Neill ist seit ihrer Ernennung Mitglied des Boards und war damit Teil der Entscheidung, Manifold zu entlassen.

Für deutsche Anleger, die BP-Aktien im Portfolio halten, ist die Entwicklung relevant. Führungskrisen in Großkonzernen können das Vertrauen der Märkte erschüttern und kurzfristig Druck auf den Aktienkurs ausüben. BP ist an der Londoner Börse notiert und zählt zu den größten Energieunternehmen weltweit.

Der Fall Manifold zeigt einmal mehr, wie fragil Machtstrukturen in Vorstandsetagen sein können – und wie schnell sich Allianzen verschieben. Weitere Details zu den genauen Vorwürfen und den Konsequenzen für die Unternehmensführung dürften in den kommenden Tagen folgen.

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