Bolloré blockiert Ackmans 65-Milliarden-Dollar-Gebot für Universal Music
Großaktionär Bolloré fordert Universal Music auf, das Übernahmeangebot von Pershing Square Capital als unterbewertend abzulehnen.

Die Bolloré Group, einer der bedeutendsten Aktionäre von Universal Music Group (UMG), hat sich öffentlich gegen das milliardenschwere Übernahmegebot von Bill Ackmans Investmentfirma Pershing Square Capital gestellt. Cyrille Bolloré, Vorstandsvorsitzender der Bolloré Group, erklärte auf der Jahreshauptversammlung von Universal Music, das Angebot unterbewerte das Unternehmen erheblich.
Pershing Square Capital hatte am 30. April ein Gebot von 40 Euro pro Aktie abgegeben. Das Bar- und Aktiengeschäft bewertet die im Umlauf befindlichen Aktien von Universal Music mit rund 55,89 Milliarden Euro – umgerechnet etwa 65,01 Milliarden US-Dollar. Damit würde es sich um eine der größten Übernahmen in der Geschichte der Musikindustrie handeln.
Bolloré spricht Klartext auf der Hauptversammlung
Cyrille Bolloré ließ auf der Jahreshauptversammlung keinen Zweifel an seiner Haltung. „Ich halte dieses Angebot nicht für positiv. Ich glaube nicht, dass es für das Unternehmen vorteilhaft wäre, und ich fordere das UMG-Management auf, dieses Angebot abzulehnen", sagte er vor den versammelten Aktionären. Diese klare Aussage eines Großaktionärs erhöht den Druck auf den Vorstand von Universal Music erheblich.
Universal Music Group ist das weltweit größte Musiklabel und beherbergt Künstler wie Taylor Swift, Drake und viele weitere internationale Stars. Das Unternehmen ist an der Amsterdamer Börse notiert und gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der globalen Unterhaltungsbranche. Eine Übernahme durch Pershing Square würde die Eigentümerstruktur grundlegend verändern.
Pershing Square und Universal ohne Stellungnahme
Weder Pershing Square Capital noch Universal Music Group äußerten sich zu den Aussagen Bollorés. Das Musiklabel hatte zuvor lediglich mitgeteilt, dass sein Board den Vorschlag prüfe. Eine endgültige Entscheidung des Vorstands steht damit noch aus.
Bill Ackman ist als aktivistischer Investor bekannt und hat in der Vergangenheit mit großen, teils umstrittenen Übernahme- und Investitionsstrategien von sich reden gemacht. Mit Pershing Square Capital verwaltet er ein milliardenschweres Portfolio. Der Vorstoß auf Universal Music gilt als einer seiner ambitioniertesten Schritte.
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Zur AktienanalyseDie Bolloré Group ist ein französisches Familienkonglomerat mit Beteiligungen in verschiedenen Branchen, darunter Medien, Logistik und Energie. Als gewichtiger Aktionär von Universal Music hat die Gruppe erheblichen Einfluss auf strategische Entscheidungen des Unternehmens. Das öffentliche Veto Cyrille Bollorés dürfte die Chancen Ackmans auf eine erfolgreiche Übernahme deutlich verschlechtern.
Für Anleger bleibt die Situation vorerst ungewiss. Der Ausgang hängt maßgeblich davon ab, wie der Vorstand von Universal Music auf den Druck des Großaktionärs reagiert und ob Pershing Square sein Angebot möglicherweise nachbessert.


